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Stil am Stiel

Der Sommer verabschiedet sich leise und ein Seufzen geht durch die Welt. Das Eis am Stiel schmeckt nun 8 – 10 Monate nur noch halb so gut. Doch nein, ach schau, was ist denn das? Am Stiel gibt es nicht nur eisiges, sondern auch anderes. Kuchen zum Beispiel wird seit einiger Zeit vom Stiel gegessen. Und Früchte, Gemüse und Gegrilltes sowieso. Ab jetzt aber auch Menschen. Hahahahahaha! ( <– bitte fieses, teuflisches Lachen mit viel Hall vorstellen.) Gar köstliche Menschenwesen am Stiel, wunderschön in Form gepresst. Erdbeermenschen, Pfirsichmenschen, Kiwimenschen. Schmecken ausgezeichnet. Ihr solltet sie probieren.

Erdbeermensch am Stiel

Pfirsich- und Kiwimensch gibt es auch

“Mensch am Stiel” ist ein neuer Linoldruck und erhältlich im Shop.

 

 

Erdnussbutter-Schoko-Salzstangen-Cookies

Erdnussbutter, Schokolade und Salzgebäck. Eine Kombination die nun schon eine ganze Weile durch sämtliche Blogs und Rezeptesammlungen geistert. Eine Kombination bei der ich regelmäßig dachte … Om nom nom. Ich will das auch! Allerdings war mir bis vor kurzem nicht ganz klar in welcher Form genau ich es wollte. Doch dann las ich einen Artikel über den perfekten Chocolate Chip Cookie und hatte das dringende Bedürfnis, den perfekten Chocolate Chip Cookie mit Erdnussbutter, Schokolade und Salzstangen zu paaren, um daraus etwas sagenhaftes werden zu lassen.

Keine Frage, dieses Rezept ist nichts für die schlanke Linie. Es ist etwas für diese langen grauen Tage, an denen der Sommer sich verabschieden will oder die Seele schon fast auf dem Boden schleift. Aber keine Angst, mehr als ein Stückchen davon kann eh keiner essen.

Ein sagenhafter Cookie

Erdnussbutter-Schoko-Salzstangen-Cookies:
120 g Butter
170 g Zucker
etwas Vanille
1 Ei
150 – 200 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/4 TL Salz
75 g Chocolate Chips
100 g Erdnussbutter
100 g Schokolade
Salzstangen

Für den Cookieteig zimmerwarme Butter, Zucker und Vanille schaumig rühren. Das Ei hinzufügen und nochmals rühren. Dann Mehl (erst 150 g, danach evtl. löffelweise mehr), Backpulver, Natron und Salz unterrühren. Der Teig sollte relativ fest und nicht zu klebrig sein. Ist er das nicht, hilft mehr Mehl. Zum Schluss werden die Chocolate Chips untergerührt. Wer im Voraus plant, kann den Teig nun einen Tag im Kühlschrank ruhen lassen. Wer wie ich selten schon heute weiß, was er morgen will, verteilt den Teig in einer gefetteten Auflaufform (meine misst ca. 20 x 30 cm) und backt den Riesencookie im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad für 12 – 15 Minuten. Ich mag weiche Cookies. Wer eine knusprig harte Basis möchte, muss evtl. die Backzeit erhöhen.

Nachdem die Cookiebasis vollständig ausgekühlt ist, die Erdnussbutter darauf streichen und mit einer Schicht geschmolzener Schokolade (für den besseren Geschmack auf jeden Fall echte Schokolade und keine Kuvertüre verwenden) übergießen. Die Salzstangen in einem hübschen Streifenmuster auf die noch weiche Schokolade legen und ungeduldig warten bis alles fest geworden ist. Ein Traum. Mächtig und nicht für jeden Tag geeignet, aber ein Traum.

Hübsch und lecker

Hier erkennt man die Schichten ganz gut

Frischer Fisch

Das meine maritime Linoldruckserie so beliebt wird, habe ich nicht einmal zu träumen gewagt. Jetzt geht sie schon in die 12. Runde. Motive schlummern noch in ausreichender Zahl in meinem Skizzenheft und Kopf. Es wird also vermutlich erst ein Ende nehmen, wenn ich irgendwann alle auffindbaren Exemplare dieses einen bestimmten Atlas aus den 60ern aufgekauft habe. Denn das Landkartenpapier daraus ist einfach das schönste. Leider brauche ich aber mittlerweile ein Atlas pro Motiv!

Irgendwann werde ich mal eine Galerie einrichten, in der alle (auch die bereits ausverkauften) Drucke zu sehen sind. Bis es aber soweit ist, stelle ich euch vorerst nur das neueste Mitglied des maritimen Clans vor. Ein alter, einsamer Seebär. Mutig ist er, denn er rudert mit seinem kleinen Boot in allen Gewässern dieser Erde. Aber auch immer ein wenig traurig und immer sehr ernst. Vielleicht weil bei ihm immer nur die kleinen Fische beißen?

Fischer

Den Fischer gibt es selbstverständlich im Shop.

Das neue Wundermaterial

In der Linoldruckerszene (gibt es so eine?) hörte man in letzter Zeit hier und da geflüstertes Gemurmel über ein ultraneues Hightech-Material. Es soll das herkömmliche Linoleum ersetzen. Es ist viel besser und toller, als alles bisher gekannte. Ich vernahm sogar schon die Worte: “Ich werde nie wieder Linoleum benutzen!” Woohoo. Angefixt von so viel stiller Begeisterung, wollte ich auch mit dem neuen Material arbeiten. Bei Boesner wurde groß angekündigt: “Wir haben es!”. Allerdings war die erste Lieferung der heißen Ware so schnell ausverkauft, dass Menschen, die sich im normalen Temporahmen bewegen, einfach keine Chance hatten, etwas davon zu ergattern. Die zweite Lieferung ließ lange auf sich warten, aber endlich bin auch ich im Besitz einer Packung “SoftCut-Platten”.

Meine erste Erfahrung mit diesem neuen Material, möchte ich natürlich niemandem vorenthalten.

SoftCut-Platten gibt es in verschiedenen Größen von 7,5 x 7,5 cm – 20 x 30 cm in Packungen à 10 Stück. Einzelne Platten sind leider nicht erhältlich. SoftCut-Platten sind teurer als Linoleum, allerdings liegt der Preisunterschied bei weniger als einem Euro pro Platte, ist also durchaus zu vernachlässigen.

SoftCut-Platten

Das Material ist 3 mm stark und etwas “wabbelig”. Diese Weichheit macht die Handhabung etwas schwieriger, ermöglicht aber dafür auch Drucke auf gebogenen Flächen. Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich einfach ein Stück Fotokarton unter die Platte geklebt. Anti-wabbel-Karton quasi. Das hat ganz gut funktioniert. Meine Packung enthielt übrigens keine einzige SoftCut-Platte im angegeben Maß von 10 x 15 cm. Sie sind alle ein paar Millimeter kleiner oder größer. 8 Platten sind aber immerhin exakt gleich groß, eine ist breiter und eine länger als alle anderen. Das ist nicht wirklich schlimm, da ich selten Motive drucke, die bis zu allen 4 Rändern einer Druckplatte reichen, aber trotzdem ein wenig schade.

Die SoftCut-Platten sind viel heller als Linoleum. Vorgezeichnete Skizzen sind also viel besser zu erkennen.

Skizze auf der Platte

Die Platten sind aus einem festen Gummi. Nicht so weich wie Stempelgummi und nicht so brüchig wie Linoleum. Mit diesem Material sind viel feinere Linien möglich. Allerdings ist es dadurch auch nicht ganz leicht zu schneiden. Es fühlt sich ungefähr so an, wie ein Gummibärchen mit einem Küchenmesser zu zerschneiden. Grundsätzlich lässt es sich leicht bearbeiten, ist aber an einigen Stellen störrisch, zäh und einfach gummiartig. Einige Schnitztechniken, die ich mir beim Linoleum angewöhnt habe, funktionieren mit SoftCut-Platten einfach nicht.

Die fertig geschnitzte Platte

Durch die sehr glatte und nicht saugende Oberfläche lässt sich die Farbe auf den SoftCut-Platten sehr leicht aufwalzen. Linoleum ist etwas rauher und gibt die Farbe nicht ganz so freudig auf das Papier ab. Das ist besonders dann zu spüren, wenn man wie ich ohne Druckpresse arbeitet.

Die Farbe lässt sich gut verteilen

Ein Unterschied im Druckbild ist nicht zu erkennen. Der handwerkliche Charakter des Drucks bleibt erhalten, aber es kostet weniger Muskelkraft ihn zu erzeugen. Das gefällt mir sehr. Ob ich in Zukunft nur noch SoftCut-Platten verwenden werde, weiß ich aber noch nicht. Ich muss noch etwas herumexperimentieren und das Material erst richtig kennenlernen. Es hat sowohl Vor- als auch Nachteile und ich brauche noch ein Weilchen, um herauszufinden welche überwiegen.

Der fertige Druck

Eine Frage bleibt allerdings noch. Ist ein Druck mit einer SoftCut-Platte ein Linoldruck? Technik, Arbeitsprozess und Farbe bleiben gleich, aber das namensgebene Material ist ein anderes. Hmm …

 

 

 

Warum rot und nicht schwarz?

Sommerzeit = Marmeladenzeit. Natürlich selbstgemacht, weil die am besten schmeckt. Schwarze Johannisbeermarmelade mag ich besonders gern. Vielleicht ist es sogar meine allerliebste Lieblingsmarmelade – so genau habe ich noch nie darüber nachgedacht. Früher hatten meine Eltern einen schwarzen Johannisbeerstrauch im Garten, also gab es auch immer schwarze Johannisbeermarmelade. Ich kenne sonst keinen der schwarze Johannisbeeren im Garten hat. Und auch über mundraub (eine Seite auf der öffentlich zugängliche Obst- und Nussbäume und -sträucher auf einer Karte gelistet werden können) konnte ich keine nahegelegenen Sträucher ausfindig machen. In Supermärkten gibt es das ganze Jahr über (!) Himbeeren, Blaubeeren und rote Johannisbeeren, aber nicht einmal zur allerbesten Johannisbeerzeit gibt es schwarze. Also auf zum Markt. Doch selbst hier in Düsseldorf auf dem Carlsmarkt, wo es wirklich alles gibt, sind schwarze Johannisbeeren rar. Ein Händler sagte mir, es würde sich nicht lohnen, weil die schwarzen Beeren einfach zu selten nachgefragt werden. Ich finde rote Johannisbeeren ok, aber die schwarzen richtig richtig lecker. Aromatischer, vollmundiger, süßer, intensiver, als Marmelade farblich viel ansprechender (der Grafiker in mir nimmt Farben auch bei Nahrungsmitteln extrem wichtig). Geht es nur mir so? Will denn sonst keiner schwarze Johannisbeeren? Ich verstehe das wirklich nicht!

Ich habe auf dem Carlsmarkt natürlich letztendlich zwei Stände mit schwarzen Johannisbeeren gefunden. Einer viel zu teuer. 100 g = 2,95 Euro. Schwarze Johannisbeeren sind also das neue Gold? Der andere preislich ok. Mehr als ein Kilo Beeren habe ich nach Hause getragen und saftig süße Marmelade daraus gekocht. Zusammen mit Frischkäse auf hellem Brot ein Genuss. Ich hoffe mein Vorrat reicht bis zur nächsten Saison. Und wenn ich mal einen eigenen Garten habe, dann pflanze ich schnellstmöglich einen schwarzen Johannisbeerstrauch.

Viel viel schwarze Johannisbeermarmelade

Marmeladenvorrat. Kiwi, Erdbeer, Waldbeer und schwarze Johannisbeer.

Wie ich die Marmelade gekocht habe, schreibe ich nicht auf. Das steht schließlich auf jeder Gelierzuckerpackung drauf. Nur eins, meine Marmelade ist immer schlicht. Keine Vanille, kein Alkohol, keine Minze oder andere Kräuter. Nur Zucker und Früchte. Mjam.

Liebe Sonne,

weil mit dir das Wassermelone essen erst richtig Spaß macht, weil die Wäsche mit dir viel schneller trocknet, weil ein kalter Pool durch dich zur besten Erfrischung wird, weil du den Schatten zum König machst, weil du die Menschen glücklich machst, weil der Sommer ohne dich keiner wäre, weil der Himmel deinetwegen so blau ist, weil du mich auf diese besondere Art müde machst, weil du bunte Blumen zauberst, weil du die Tomaten reifen lässt, weil du mich ohne Decke schlafen lässt, weil durch dich so oft gegrillt wird und weil du einfach Superkräfte hast, habe ich dir, liebe Sonne, diesen Druck gewidmet.

Liebe Sonne

Die liebe Sonne ist selbstverständlich im Shop erhältlich.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Der Sommer ist gerade zu heiß und zu schön für viele Worte.

So blau

Mächtig viele Hummeln in diesem Sommer

Schöne Struktur

Eiskaffee

Sommersternenhimmel - sogar mit Sternschnuppe

Erfrischung

Sonnenanbeter

So pink

Sonnenstrahlen

So grün

Sommerdrink:
3-4 Eiswürfel
1 Schluck Grenadine
1 großer Schluck Orangensaft
mit Bitter Lemon auffüllen



IMPRESSUM

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