Warum rot und nicht schwarz?

Sommerzeit = Marmeladenzeit. Natürlich selbstgemacht, weil die am besten schmeckt. Schwarze Johannisbeermarmelade mag ich besonders gern. Vielleicht ist es sogar meine allerliebste Lieblingsmarmelade – so genau habe ich noch nie darüber nachgedacht. Früher hatten meine Eltern einen schwarzen Johannisbeerstrauch im Garten, also gab es auch immer schwarze Johannisbeermarmelade. Ich kenne sonst keinen der schwarze Johannisbeeren im Garten hat. Und auch über mundraub (eine Seite auf der öffentlich zugängliche Obst- und Nussbäume und -sträucher auf einer Karte gelistet werden können) konnte ich keine nahegelegenen Sträucher ausfindig machen. In Supermärkten gibt es das ganze Jahr über (!) Himbeeren, Blaubeeren und rote Johannisbeeren, aber nicht einmal zur allerbesten Johannisbeerzeit gibt es schwarze. Also auf zum Markt. Doch selbst hier in Düsseldorf auf dem Carlsmarkt, wo es wirklich alles gibt, sind schwarze Johannisbeeren rar. Ein Händler sagte mir, es würde sich nicht lohnen, weil die schwarzen Beeren einfach zu selten nachgefragt werden. Ich finde rote Johannisbeeren ok, aber die schwarzen richtig richtig lecker. Aromatischer, vollmundiger, süßer, intensiver, als Marmelade farblich viel ansprechender (der Grafiker in mir nimmt Farben auch bei Nahrungsmitteln extrem wichtig). Geht es nur mir so? Will denn sonst keiner schwarze Johannisbeeren? Ich verstehe das wirklich nicht!

Ich habe auf dem Carlsmarkt natürlich letztendlich zwei Stände mit schwarzen Johannisbeeren gefunden. Einer viel zu teuer. 100 g = 2,95 Euro. Schwarze Johannisbeeren sind also das neue Gold? Der andere preislich ok. Mehr als ein Kilo Beeren habe ich nach Hause getragen und saftig süße Marmelade daraus gekocht. Zusammen mit Frischkäse auf hellem Brot ein Genuss. Ich hoffe mein Vorrat reicht bis zur nächsten Saison. Und wenn ich mal einen eigenen Garten habe, dann pflanze ich schnellstmöglich einen schwarzen Johannisbeerstrauch.

Viel viel schwarze Johannisbeermarmelade

Marmeladenvorrat. Kiwi, Erdbeer, Waldbeer und schwarze Johannisbeer.

Wie ich die Marmelade gekocht habe, schreibe ich nicht auf. Das steht schließlich auf jeder Gelierzuckerpackung drauf. Nur eins, meine Marmelade ist immer schlicht. Keine Vanille, kein Alkohol, keine Minze oder andere Kräuter. Nur Zucker und Früchte. Mjam.

5 Kommentare

  1. doch hier! nur schwarze, bitte : ) im heimischen garten standen zwei sträucher: rechts rot, links schwarz. netterweise ist bei mir rechts orange und links blau. aber lieber links. soviel zu den farben – und den johannisbeeren …

  2. hieR auch eine schwaRzjohanniliebhabeRin. meine gRoßelteRn haben zum glück noch einen stRauch. abeR du hast Recht. die schwaRzen scheinen gülden zu weRden.
    ….die gläschen machen sich an ihRem platz so fototechnischmäßig ganz heRvoRRagend.
    liebe gRüße. käthe.

  3. Hier auch schwarz.
    Letztes Jahr vom Ni zwei ganze Kilo aus dem heimischen Garten abgezwackt und vor einigen Monaten dann mit einer Vanille-Schote zu Marmelade verkocht. So so SO! lecker! Eine meiner liebsten drei Marmeladen.
    Hätte ich einen Garten, dann wäre da auch ein Strauch!
    Und die Postkarte ist super!

  4. Mir geht es auch so. Meine Großeltern hatten früher auch schwarze Johannisbeeren und meine Oma hat immer einen superleckeren Saft daraus gemacht…. Hach!

  5. im elterlichen garten zwischen rot beperlten sträuchern auch schwarze; zum einfachsoessen für meinen gaumen nur handvollweise gut, die einzelne sonderbarerweise nicht so sehr. aber als marmelade, oh ja …

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