Monat: September 2013

Alphabetisch

Seit geraumer Zeit steht ein ABC-Print auf meiner things-I-would-like-to-do-Liste. Erstens weil ich Buchstaben in fast jeder Form sehr mag und zweitens weil ich die Vorstellung, sie alle zusammen hübsch aufgereiht, auf einem Blatt, in einem Rahmen, an vielen Wänden, schön finde. Zwei konkrete Ideen zu einem solchen Druck haben sich kürzlich ganz klar vor meinem Auge kristallisiert. Das Problem: Ich kann und will keine dieser Ideen im Linoldruck umsetzen. Ich will Siebdruck! Nicht nur für einen Alphabet-Druck, sondern generell. Aber erstmal, ganz akut, für das gute ABC. Nun ist das siebdrucken zu Hause mühsam und uncool, eine Werkstatt habe ich aber (noch) nicht. Was also tun? Hat jemand eine Idee? Kennt einer von euch eine offene Werkstatt in oder bei Düsseldorf? Oder etwas ähnliches? In Auftrag geben will ich den Druck nicht. Ich muss selber drucken. Leider bin ich bei der Suche nach Siebdruckmöglichkeiten bisher immer gescheitert.

Bevor ich also mein eigenes Alphabet in Händen halten kann, muss ich mit diesen äußerst hübschen ABC-Kärtchen vorlieb nehmen. Ich weiß noch nicht recht, was ich mit ihnen anstellen soll. Ja, ich kann mich noch nicht einmal entscheiden, ob ich die Vorder- oder die Rückseite schöner finde. Vielleicht ein alphabetisches Mobilé? Dann muss ich mich gar nicht entscheiden. Hmm …

Ein Stapel Buchstaben

ABCDEFGH

Wunderschöne Rückseiten in 4 Farben

Ersatzköpfe

Ich benutze total umweltfreundliche Spülbürsten aus Holz. Eigentlich benutze ich natürlich, noch umweltfreundlicher, eine Spülmaschine zum spülen. Mein Lieblings-Espresso-mit-Milch-Becher hat allerdings magische Kräfte, die den Espresso mit Milch noch besser schmecken lassen und deswegen muss ich ihn von Hand spülen. Täglich. Manchmal mehrmals. Dafür brauche ich also unter anderem diese total umweltfreundliche Spülbürste. Mit der schrubbe ich die Kaffeereste aus dem Becher. Um die Kaffeereste auch am untersten Rand wegzukriegen, muss Druck her. Dieser Druck führt allerdings dazu, dass die Naturborsten der Spülbürste nachgeben und irgendwann dauerhaft geknickt am Kopf der Bürste hängen. So lässt sich dann nicht mehr gut schrubben. Zum Glück lässt sich der Kopf meiner Bürste problemlos vom Stiel trennen und erneuern – ich sag ja, total umweltfreundlich meine Spülbürste. Neulich war es wieder soweit. Die Bürste brauchte einen neuen Kopf aus der Packung mit der Aufschrift: Ersatzköpfe. Und ich so: Boah! Jeder müsste eine Packung mit Ersatzköpfen haben. Und alle so: Yeah!

Ersatzköpfe

Ersatzköpfe für alle (ähm, nein. Nur für einige wenige, weil limitiert) gibt es im Shop.

Present & Correct

Ich habe ein (wenn nicht sogar DAS) Paradies gefunden. Present & Correct. Ein Schreibwarengeschäft in London. Glücklicherweise gibt es aber auch einen hervorragenden Onlineshop mit weltweitem Versand. Nach Deutschland betragen die Versandkosten gerade einmal 2,45 GBP. Leider also kein Hindernis demnächst mein ganzes Geld dort zu lassen.

Den etwas mehr als 11.000 Fans auf Facebook entnehme ich, dass schon fast alle diesen Shop kennen und ich einfach den Knall nicht gehört habe. Das ist mir allerdings egal, denn ich bin glücklich. Wie es der Zufall will, brauche ich nämlich gerade ganz ganz dringend so ein mit Streifen bedrucktes Lineal, geometrische Risenaufkleber, einen Vintagelocher, mindestens einen dieser bunten Kugelschreiber, eine neue Holzhand (man sollte für alle Fälle gewappnet sein), grafisches Klebeband, ein altes Mathebuch, eine neue Schere und sowieso hätte ich gern einfach einmal alles.

Present & Correct macht in meinen Augen alles richtig. Schöne Produktfotos, ein gutaussehender (und funktionierender) Onlineshop, eine tolle Auswahl … aber was rede ich. Schaut doch einfach selbst. Also ich meine die drei von euch, die diesen Shop noch nicht kennen.

Die schönsten Lineale

Eine lachende Karte

Ein Retro-Tischkalender

Alte Loche

Holztablett und Metallschere

Alte Mathebücher

Ein Heft aus Karteikarten

Geometrische Riesensticker

Grafisches Klebeband

Primary set

Holzhand

Herzband

Bunte Kugelschreiber

Alle Fotos habe ich der Seite von Present & Correct entnommen.

Das ESOPUS Magazin

Und noch ein Bericht über den Inhalt meines Postkastens. Ich habe ein Faible für Gedrucktes. Für besonders gut gedrucktes ganz besonders. ESOPUS ist eine dieser besonders gut gemachten Drucksachen. Ein Magazin wie kein anderes. Ein Gesamtkunstwerk. Jedes Mal.

ESOPUS ist ein zweimal jährlich erscheinendes Magazin über Kunst, Kultur, Poesie und so viel mehr. Es enthält ausschließlich bisher unveröffentlichte Beiträge von Künstlern, Journalisten, Musikern und anderen Kreativen. Jeder kann mitmachen. Jeder kriegt 300 Dollar für eine Veröffentlichung. ESOPUS enthält keine Werbung! Kein einziges kleines Fitzelchen Werbung. Ein Magazin kostet zwischen 10 und 15 Euro. Esopus finanziert sich durch die ESOPUS Foundation. Jeder der etwas spendet, wird im nächsten Heft namentlich genannt. Egal ob 25.000 oder 5 Dollar. ESOPUS wird von Tod Lippy in New York herausgegeben. Die unterschiedlichen Beiträge werden auf unterschiedliche Papiersorten gedruckt. Mal dick und schwer, mal transparent, mal glänzend, mal matt. ESOPUS enthält immer Drucke zum heraustrennen, kleine Zettel, ausklappbare Seiten oder ähnliche Spielereien. Jeder Ausgabe liegt eine CD mit eigens für ESOPUS komponierten Liedern verschiedener Musiker zu einem bestimmten Thema bei. Klingt wie ein Traum. Ist es auch.

Gestern lag die 19. Ausgabe in meinem Postkasten. Und obwohl ich weiß, dass dieser Beitrag nur schlecht vermittelt wie toll dieses Magazin ist, weil ESOPUS mit allen Sinnen erlebt werden muss, möchte ich es euch nicht vorenthalten.

Die aktuelle ESOPUS ist die erste im Querformat. Der dazugehörige Schuber im Hochformat sorgt allerdings dafür, dass auch diese Ausgabe im Regal bei den anderen nicht aus dem Konzept fällt. Ich liebe mitdenkende Menschen ♥

Schuber im Hoch, Magazin im Querformat

Auf einer der ersten Seiten werden alle Spender namentlich genannt.

Liste der Spender

Ein an Zungen-, Hals- und Lungenkrebs erkrankter Mann führte während seiner 33-tägigen Strahlentherapie Tagebuch. Die Tage 18 – 23 wurden in ESOPUS abgedruckt. „Fundstücke“ dieser Art sind oft im Magazin enthalten. Ein Dialog, ein Blick hinter etwas, Gedanken einzelner Menschen. ESOPUS spielt gerne mit solchen Inhalten und liefert damit mehr als „nur“ Kunst.

Tagebuch eines Krebskranken

Esopus

Jede Ausgabe enthält einen Film in 100 Bildern. Ohne Worte.

esopus06

Unveröffentlichte Fotos aus den 40ern

Dies sind die Aufzeichnungen eines Regisseurs zu einem seiner Theaterstücke. Diese lose Zettelsammlung steckte in einer Art Sammelmappe auf der entsprechenden Seite. Es sind natürlich keine Originale, allerdings sehen sie fast so aus, denn das Papier ist nicht nur von vorne bedruckt. Die Rückseite ist zusätzlich so bedruckt, dass es den Anschein hat, als würde die Tinte der Vorderseite auf der Rückseite durchscheinen. Solche Details machen mir eine Gänsehaut.

Beiliegende Papiere

Esopus

Esopus

Ich entdeckte ESOPUS, als schon 6 Ausgaben erschienen waren. Die ersten 3 Ausgaben waren damals schon ausverkauft. Aufgrund des hohen Aufwands beim Druck erscheint ESOPUS immer limitiert. Es gibt also leider keine Möglichkeit die ersten Ausgaben zu erwerben. Mit der Zeit sind die Ausgaben 1 – 11 und 13 ausverkauft. Gebraucht findet man immer mal wieder einige Exemplare, die älteren Ausgaben allerdings nur zu einem sehr stolzen Preis. Nummer 3 gibt es immer mal wieder für 50 – 100 Euro. Nummer 2 habe ich ein einziges Mal bei Ebay für 412 Euro weggehen sehen. Die Nummer 1 habe ich noch nie irgendwo zum Verkauf gesehen. Sie muss ein wahrer Schatz sein. Auch wenn sie inhaltlich sicher nicht an ihre Nachfolger herankommt (auf der ESOPUS-Webseite kann im Archiv geblättert werden).

Meine Sammlung

Wie schon gesagt, werden die Fotos der Detailverliebtheit dieses Magazins nicht gerecht. Ich hoffe allerdings trotzdem, dass ich dem ein oder anderen dieses tolle Magazin schmackhaft machen konnte. Es lohnt sich und es riecht immer so schön nach frischem Druck.

Es lebe der Print!

 

Eine neue Erkenntnis

Uhuhuuuu. Gestern war schöne Post in der Post. Ein Lovebook von DaWanda. Das Lovebook ist nicht wirklich für Privatpersonen gedacht und gemacht, sondern vielmehr für Journalisten. Es wird zweimal jährlich von DaWanda mit einer Produktauswahl bestückt und an die Presse verteilt. Im aktuellen Lovebook ist Knallbraun auch wieder mit dabei. Und zwar unter der Rubrik „Für zarte Seelen“. Haha. Da musste ich innerlich ziemlich laut lachen. Vor allem mit dem vorherigen Post im Hinterkopf. Ich stelle das Lachen allerdings schnell wieder ab und freue mich stattdessen, denn ich muss zugeben: Der Brillant ist tatsächlich einer meiner zartesten Drucke.

Lovebook

Für zarte Seelen

Beim blättern fiel mir übrigens auf, dass ich zwar ein grau und Senf Fan bin (das wusste ich natürlich vorher schon), aber bisher keinen einzigen Druck in dieser Farbkombi gemacht habe. Sowas aber auch. Ich werde das nachholen.

Grau und Senf

Oh und diese Tasche unten rechts …