Monat: Oktober 2013

Es ist Liebe

Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Neben dem Frühling. Und dem Winter. Und dem Sommer. Aber jetzt gerade ist es der Herbst. Denn der momentane Herbst verwöhnt mich mit tollem blauen Himmel, viel Sonne, extrem frischer Luft, bunten Blättern und Beeren. Ein Spaziergang in meinem Düsseldorfer Lieblingspark (der Volksgarten) ist immer schön, aber jetzt gerade? Ein Traum. Am liebsten würde ich mein Zelt dort aufschlagen und den Volksgarten „meinen Garten“ nennen. Der Park ist übervoll mit den unterschiedlichsten Bäumen. Die meisten von ihnen riesig groß und alt und wunderschön. Dazwischen jede Menge Wiesen, ein See und verschlungene Pfade, die mal hier und mal dorthin führen. Was man da alles entdecken kann…

Jede Menge pralle Knallerbsen zum Beispiel. Unzählige davon habe ich als Kind knallen lassen. Ich kenne noch nicht einmal den richtigen Namen. (Schneebeere sagt Google)

Knallerbsen

Eine Tapete mit diesem Muster fänd ich schön. Oder noch passender einen Teppich. Haha. Nein, eine Tapete wär cooler.

Blätterteppich

Die Beeren sind unten offen

An vielen Bäumen sind netterweise Schildchen angebracht, auf denen der Name des Baumes steht. Jetzt weiß ich, dass dieses kapitale Exemplar eine Blutbuche ist. Nicht irgendeine Buche, eine Blutbuche. Leider waren schon alle Bucheckern weggenascht.

Eine Blutbuche

Ich liebe Ilex. Ich kann es kaum erwarten mir einen oder zwei oder drei Zweige zu kaufen und hinzustellen und ewig zu betrachten. Echter Ilex in der Natur ist aber nicht minder schön. Eigentlich sogar noch viel schöner, weil lebendig, robust und da.

herbst05

Mein Lieblingsbaum im Volksgarten ist der Trompetenbaum. An ihm hängen lange grüne Bohnen, er hat herzförmige, riesengroße Blätter und seine Äste reichen in verschlungener Form bis fast auf den Boden. Man kann sich also auf den Trompetenbaum draufsetzen. Auf dem Foto sieht man keines dieser Attribute, deswegen ist der Trompetenbaum aber nicht weniger schön.

Trompetenbaum

Herr Ente ist vom Herbst auch ganz angetan und genießt die Aussicht.

Herr Ente

Baumrinde inklusive Marienkäfer

Schönes Baumgedöns

Ich hoffe sehr, ihr könnt den Herbst auch irgendwo genießen.

Kunterbunte Spinnennetze

Morgens ist es noch dunkel, tagsüber grau und früh am Abend schon wieder dunkel. Der Herbst ist da. Ich kann das nicht mehr verleugnen. Ich mag den Herbst, sehr sogar. Das ewige grau und die Aussicht auf noch mehr grau innerhalb der nächsten Wochen allerdings nicht so sehr. Deswegen habe ich mir eine kunterbunte Herbstdeko gebastelt. Ich finde die Natur und die Welt draußen wunderhübsch in ihren herbstlichen Farben, für mein Heim brauche ich aber einen Farbkick gegen das Grau. Meine Herbstdeko fällt deswegen sehr fröhlich aus. Das passt übrigens ganz gut, denn diese Spinnenetze aus Kastanien habe ich zuletzt im Kindergarten gebastelt. Fast hätte ich vergessen, wie schön und bunt und einfach das ist.

Benötigt werden Kastanien, ein kleiner Handbohrer, eine stabile Schere (bei mir ist das die Küchenschere), Holzspieße und Wolle in verschiedenen Farben.

Die Zutaten

Und so geht’s: Am Äquator der Kastanien Löcher vorbohren und Holzspieße reinstecken. Die Spieße auf die gewünschte Länge kürzen. Nun mit der Wolle im Kreis um die Spieße herum ein Spinnennetz weben. Fertig! Wie gesagt, ich habe das schon im Kindergarten gekonnt.

Verschiedene Muster

Mit den unterschiedlichen Farben können natürlich eine Vielzahl von Mustern entstehen. Wer möchte kann außerdem die Kastanienspinne noch bemalen, damit sie eher wie eine Spinne aussieht. Ich mag die Kastanienspinnen allerdings lieber in ihrer natürlichen Farbgebung und Form.

Bunte Herbstdeko

An den gelben Zweigen auf dem Sideboard im Wohnzimmer machen sich die Spinnennetze besonders gut und vertreiben hoffentlich lange das Grau.

Spinnennetze an Zweigen

Never Stop Growing

In Oberhausen läuft noch bis zum 12. Januar 2014 die Ausstellung „Hair! Das Haar in der Kunst“ in der Ludwiggalerie. Ich war noch gar nicht dort, habe es aber ganz fest vor. Haare finde ich sehr faszinierend. Das langsame Wachstum, die dadurch entstehende Kostbarkeit, die unterschiedlichen Strukturen und Farben, die Masse und auch die psychologische Bedeutung. Niemals hören sie auf zu wachsen. Eine Eigenschaft von der sich jeder inspirieren lassen sollte. Immer weiter, immer voran. Das Leben muss nicht unbedingt groß und pompös werden, aber wachsen sollte es. Ich habe das in einem neuen Druck verarbeitet. Never Stop Growing. Bitteschön.

Never Stop Growing

Erhältlich im Shop.

Es war das erste Mal

Ich bin keine große Zeichnerin. War ich noch nie. Ich zeichne zwar jeden Tag, aber dabei entsteht nichts, was allgemein als Zeichnung durchgehen würde. Besonders schön oder gar für außenstehende verständlich sind diese Zeichnungen erst recht nicht. Meistens zeichne ich eine kleine Sache immer und immer wieder auf irgendein gerade greifbares Papier. Oft ist das ein alter Briefumschlag oder die Rückseite einer Rechnung, manchmal auch Unterlagen, die eigentlich nicht hätten bekritzelt werden sollen. Darauf tummeln sich dann allerdings nach einiger Zeit nicht nur diese immer wiederkehrenden kleinen Zeichnungen, sondern auch Telefonnummern, Adressen, To-Do-Listen, Termine, usw. Das sind also keine ansehnlichen Skizzenzettel, die ich da produziere. Ich bin die totale Skizzenchaotin. Manchmal zeichne ich auch ohne es richtig mitzukriegen. Um meine Gedanken zu ordnen oder mich abzulenken. Ich zeichne allerdings nie in der Öffentlichkeit. Ich lasse mir beim Zeichnen nicht gern zuschauen. Mir sind meine Zeichnungen machmal fast peinlich. Ich habe oft das Gefühl sie und auch mich erklären zu müssen, wenn jemand sie anschaut. Deswegen zeige eigentlich niemandem meine Zeichnungen.

Aber dann kaufte die gute Isabell vom Blog fundschau einen Druck bei mir und fragte: „Hey, hast du nicht Lust für meine Rubrik „Ein Blick in die Skizzenbücher von …“ deine Skizzenbücher zu zeigen?“ Weil ich ihren Blog und besonders diese Rubrik so mag, sagte ich: „Ja, ja, ja!“ Erst danach wurden mir wieder all die oben genannten Dinge bewusst. Wer also die einmalige Gelegenheit nutzen will, mein Inneres zu erkunden, der sollte schnellstmöglich HIER klicken.

Das Skizzenbuch wird auf Isabells Blog "fundschau" geöffnet.

Ergebnisse der Forschung

Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an meine hochwissenschaftliche Forschungstätigkeit in Sachen Trendfarbe. Voller Stolz kann ich nun nach tagelanger Auswertung ein Ergebnis vorlegen.

Kupfer ist NICHT das neue Neon. Neon bleibt Neon! Trotz beherzter Bemühungen jedem Interessenten den kupfernen Druck schmackhaft zu machen (echtes Kupferpigment, schiller, schimmer, Glanz und Gloria), entschied sich die Großzahl der Probanden für Neon. Neon sei lebendiger. Neon strahle mehr Lebensfreude aus. Neon mache einfach überglücklich. So urteilten die strahlenden Käufer. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass für die wenigen Kupferfans noch ein paar Exemplare des Drucks zur Verfügung stehen.

Neon rules!