Glücklich sein

Wenn man selbständig ist und ein kleines Label betreibt, dann ist die Weihnachtszeit alles andere als besinnlich und gemütlich. Ich stehe beinahe täglich bei der Post in der Schlange, weil der Postkasten direkt vor meiner Tür immer total überfüllt ist, am Wochenende toure ich durch ganz Deutschland, um auf diversen Designmärkten meine Drucke auszustellen, Mailanfragen und Bestellungen häufen sich, die Steuererklärung schlägt mir schon manchmal gegen den Hinterkopf usw. Ich will mich gar nicht beklagen, ich mache alle diese Dinge gern und freue mich natürlich sehr über die Nachfrage und das Interesse! Aber wie gesagt: Besinnlich und gemütlich ist das nicht. Und deswegen gehen mir die vielen glücklichen Momente leider manchmal menthal durch die Lappen. Letzte Woche habe ich allerdings dank Danas Aufruf auf ihrem Blog immer mal wieder aufgeschrieben, welche kleinen Dinge und Momente mich glücklich gemacht haben. Und auch wenn es mit Sicherheit noch nicht einmal alle Glücksmomente sind, ist es schon eine beachtliche kleine Liste geworden. Nachmachen macht glücklich!

1. Denken, dass der Nikolaus nicht mehr weiß wo man wohnt und sich irren.
2. Auf dem HOLY.SHIT.SHOPPING in Köln einen ehemaligen Kommilitonen unerwartet als Standnachbarn haben.
3. Vom besagten Standnachbarn eine Übernachtungsmöglichkeit für das HOLY.SHIT.SHOPPING in Stuttgart angeboten bekommen.
4. Der super duper Weihnachts-Verlosungsartikel über mich von Juli auf ihrem Blog und alle Kommentare dazu. Hach.
5. Eine Praktikumsbewerbung erhalten. Da ich (noch) keine Werkstatt, geschweige denn einen zweiten Arbeitsplatz habe, muss ich solche Anfragen leider immer ablehnen. Ich freue mich trotzdem über jede einzelne. Und irgendwann kann ich dann auch mal eine annehmen.
6. Halbaufgelöste weiße Schokolade in einem großen Milchkaffee. Mmh!
7. Weiterschlafen nachdem der Wecker geklingelt hat.
8. Endlich wieder ein Sonnenbrillentag. Gepaart mit einem Ausflug. Perfekt!
9. Kalte, klare Luft.
10. Das Kribbeln in den Händen, wenn man von draußen reinkommt.
11. Im Auto ein Lied im Radio hören, dass ich schon längst vergessen habe, laut mitsingen und es jetzt wahrscheinlich nie wieder vergessen. Ihr wollt wissen, welches Lied das ist? Hier entlang. Allerdings auf eigene Gefahr.
12. Mit Bauchweh auf dem Sofa liegen und einen Tee gebracht kriegen.
13. Müslibrot.
14. Eine Anfrage von einem Wohnmagazin für einen meiner Drucke. Daumen drücken bitte.
15. Alte Arbeiten durchsehen und dabei meinen allerersten Siebdruck finden.

Ketchupbananen. Mein allererster Siebdruck

5 Kommentare

  1. Dann lernen wir uns ja so in echt und in Farbe kennen!
    Das freut mich!
    Und ich kann endlich entscheiden welchen Druck ich will…

  2. Find ich gut mit dem Aufschreiben. 🙂 Mache ich auch, jede Woche auf dem Blog (also fast jede… 😉 ). Man beginnt dann seinen Alltag ganz anders wahr zu nehmen, toll ist das.

    Deinen ersten Siebdruck mag ich irgendwie, auch wenn mir die Kombination Ketchup auf Banane dann doch irgendwie ekelig vorkommt. Oder ist das so ein Schwangeren-Ding, wie Kaffeepulver auf Wassermelone (Fand meine Deutschlehrerin in der 9. Klasse total super während ihrer Schwangerschaft… 😉 )

    Wünsche dir weiterhin eine erfolgreiche Weihnachtszeit und ein schönes 3. Adventswochenende! 🙂 xo Julia

  3. Au mann, das Lied ist aber echt, äh, nun ja…. 😉
    Die anderen Punkte gefallen mir aber wirklich sehr gut! Besonders die Schoki im Kaffee!
    Ich wünsch dir eine etwas besinnlichere Weihnachtszeit mit ein wenig Zeit für dich!
    Liebe Grüße,
    Frauke

  4. wow wow wow, das ist aber wirklich eine beachtliche Liste geworden. Mensch Meier.
    hahaha, das Lied. Ein kleiner Zungenbrecher. Aber der Punkt mit dem Lied ist super. Das ist eine wahrer Glücksmoment. Das Lied voll aufgedreht und mitgesungen. Lauthals. Yeah.

    Ich drück die Daumen ganz fest, das das mit dem Magazin klappt.

    Schönes Wochenende wünsche ich. 🙂

    Liebste Grüße

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