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Action ahoi

Ui ui ui. Zur Zeit hinke der Zeit immer sowas von hinterher. 3001 Dinge wollen erledigt werden, ich arbeite mit Hochdruck an einigen Neuerungen mein Label betreffend und die Blogbeiträge kommen dabei zu kurz. Manchmal wünsche ich mir drei zusätzliche Arme und 8 Stunden zusätzlich pro Tag. Oh und eine Haushaltshilfe. Die letzten zwei Wochen habe ich hauptsächlich damit verbracht, neue Motive in Linol zu schnitzen und natürlich zu drucken. Einer cleveren Eingebung folgend, habe ich mir kürzlich eine helfende Horde Helden mit Superkräften “gebaut”. Das ich da nicht schon eher drauf gekommen bin. So ein Held ist nämlich eindeutig besser als jeder Heinzelmann. Mal ganz abgesehen vom umwerfenden Charme eines Superhelden. Und schnell sind die. Und mit Neon. Soll ja out sein. Ist so einem Helden aber egal.

Superheldenactionarmee

Apropos der Zeit hinterherhinken. Ich habe dann jetzt auch mal einen Instagram-Account. Meine Name dort lautet frau_knallbraun. Man möge mir folgen, so man mag.

Die Superhelden sind erstmalig am Wochenende in Hamburg käuflich zu erwerben und ganz bald (ich schwöre und verspreche) sind alle neuen Drucke auch im Shop erhältlich. Eine der oben genannten Neuerungen betrifft allerdings meine Produktfotos und ich bin einfach noch nicht so weit. Deswegen bitte ich um etwas Geduld oder anhaltende Klagen.

Der Minitrick

Ich liebe was ich tue. Aber manchmal ist mir mein Kopf im Weg. Zu viele Gedanken. Zu viel Inhalt. Zu viel Kopf. Kreativität und Inspiration gehen dann ein Eis essen, während ich mit meinem Kopf diskutiere. Das ist etwas lästig und wenig produktiv.

Die letzten Tage habe ich allerdings ein wirksames Mittel gefunden, um meinen Kopf zu überlisten. Und zwar habe ich einfach Minidrucke gemacht. Der Kopf denkt dann: “Ach, nur ein Minidruck. Damit muss ich mich nicht abmühen. Ich gehe lieber ein Eis essen.” Inspiration und Kreativität hingegen überschlagen sich fast und jubeln: ” Juhu, juhu, juhu. Ein Minidruck. Einfach drauf los. Der Kopf ist Eis essen und wir können tun, was wir wollen. Ein Minidruck. Und noch einer. Und noch einer. Und noch einer.”

Tolle Farben

So ungefähr spielte sich das wirklich ab. Nicht, dass ich dann komplett kopflos arbeite. Frei und weniger verkopft aber schon. Ein Minidruck nimmt nicht die ganze Wand für sich ein. Dafür ist er ja viel zu Mini. Also darf er auch beudeutungsleicht sein. Gibt es das Wort? Bedeutungsschwer gibt es. Bedeutungsleicht ist also schon logisch, oder? So habe ich also die letzten Tage verbracht. Schnelle Skizzen, schnelle Farbwahl, schnelle Entscheidungen. Das war toll. Und genau das Richtige um endgültig aus dem schläfrigen Wintertrott auszubrechen.

3 der neuen Motive

Die Minidrucke wird es vorerst übrigens nicht im Shop geben, sondern nur auf Designmärkten und -messen. Sollten ausreichend Klagen diesbezüglich bei mir eintrudeln, überlege ich es mir aber gern nochmal anders.

Karneval auf dänisch

Es ist Rosenmontag. Halb Deutschland ist heute kunterbunt und total lustig drauf. In den Hochburgen fahren bunte Züge durch die Stadt und werfen mit Süßigkeiten. Nackte oder sonst wie entblößte Politiker aus Pappmaché sind heute keine Seltenheit. Wer mittags noch nicht betrunken ist, macht was falsch und unlustige Witze sind heute urkomisch. Kurz gesagt: Ich wohne in Düsseldorf, kann mit Karneval aber gar nichts anfangen. Ich bin in Flensburg geboren und habe dort die ersten 22 Jahre meines Lebens gewohnt. Ich bin Mitglied der dänischen Minderheit, ging auf dänische Schulen und habe selbstverständlich auch auf dänische Art Karneval gefeiert. Nein halt! In Norddeutschland feiert man natürlich Fasching und auf dänisch “FASTELAVN”.

In der Schule haben wir in der Woche vor dem Fest viele Stunden mit den Vorbereitungen verbracht. Denn zu einem richtigen fastelavnfest gehört natürlich ein “FASTELAVNSRIS”. Dieses besteht typischerweise aus einem Bund junger Birkenzweige.  Geschmückt werden die Zweige mit Bändern und Blumen aus buntem Krepppapier, schwarzen Katzen, Masken und Bonbons.

Fastelavnsris

Bild von http://blaamejsen.blogspot.de

Und was wäre fastelavn ohne “slå katten af tønden” – die Katze aus der Tonne schlagen. Ein großes Holzfass wird hierzu kunterbunt bemalt und mit Süßigkeiten und einer Katze (bis 1830 eine echte, seitdem aber glücklicherweise nur noch die Stofftiervariante) befüllt und aufgehängt. Nacheinander schlagen alle mit einer Holzkeule gegen das Fass. Wer mit seinem Schlag das Fass endgültig kaputt schlägt, wird mit einer goldenen Papierkrone zum Katzenkönig gekürt. Hach. Es ist ewig viele Jahre her, dass ich mit einer Holzkeule auf ein Fass geschlagen habe. Und so witzig das Ganze klingen mag: Für die dänischen Küfer sind diese Fässer die Existenzgrundlage. Und es ist ein Riesenspaß!

Nach so viel körperlicher Betätigung muss natürlich eine Stärkung her. Das einzig würdige Nahrungsmittel an diesem Tag sind natürlich “FASTELAVNSBOLLER”. Boller (eine echte Übersetzung gibt es nicht – “Brötchen” trifft es aber vermutlich am besten) gibt es in Dänemark für jede Gelegenheit. Die besten sind aber eindeutig die fastelavnsboller. Ein mit Vanillecreme oder Marzipan gefülltes Hefebrötchen mit Schokoladenverzierung. Dieses köstliche Backwerk möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Vergesst die blöden Industrieberliner, die es hier überall gibt. Backt euch dänische fastelavnsboller!

Fastelavnsboller

Fastelavnsboller (ergibt ca. 20 Stück)
Für den Teig:
500 g Mehl
250 g Butter
1 Würfel Hefe
200 ml Milch
2 EL Zucker
2 TL Salz
1 Ei

Für die Creme:
2 Eigelb
2 EL Zucker
1,5 EL Stärke
200 ml Milch
etwas Vanille

Schokolade zum verzieren

Hefe, Milch und Butter erwärmen, mit den restlichen Zutaten mischen, kneten und ca. 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Alle Zutaten für die Creme in einem kleinen Topf unter ständigem rühren erwärmen bis Pudding daraus wird. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Teig halbieren und jede Portion ca. 1 cm dick ausrollen. Alle 6 – 8 cm einen Teelöffel Creme auf den Teig setzen und die zweite Hälfte des Teiges darüber legen. Nun mit einem runden Ausstecher von ca. 6 – 8 cm Durchmesser (ein Glas funktioniert auch auper) durch beide Teiglagen durchstechen und die so entstandenen, gefüllten boller auf ein Backblech setzen und bei 200° ca. 12 Minuten backen.



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