Kategorie: Rezepte

Gelbe Schnitten mit Orange

Ich habe ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Möhren. Ich mag Möhren. Wenn sie aber nicht gerade vor mir stehen, vergesse ich, dass es sie überhaupt gibt. Ich habe nie Hunger auf Möhren oder ein Verlangen nach ihnen. Ich würde nie auf die Idee kommen mir einfach so als Snack ein paar Möhren zu schälen. Wenn mir aber jemand ein Glas gestiftelte Möhren auf den Schreibtisch stellt oder mir zum Beispiel auf einer langen Fahrt unterwegs welche anbietet, sind sie innerhalb der nächsten paar Minuten weg. Das Phänomen funktioniert übrigens auch super auf Partys. Nicht nur bei mir, sondern bei allen. Einfach ein paar Möhren zu den Chips stellen und weg sind sie. Aber das nur am Rande. Gekocht mag ich Möhren übrigens gar nicht. Noch nie. Örks. Als ich vor ein paar Jahren mal eine akute Suppenphase hatte, habe ich mich auch an einer Möhrensuppe versucht. Ich dachte, es liegt vielleicht an der Konsistenz von gekochten Möhren. Tut es nicht. Die Suppe habe ich ewig nachgewürzt und am Ende dann doch nicht gegessen. In einer Hühnersuppe funktionieren Möhren wiederum super. Da müssen sie sogar unbedingt dabei sein. Winzig kleine Stückchen zwar, aber davon viele. Und dann gibt es ja noch Möhrenkuchen. Oder Carrot Cake. Ich würde mir niemals einen bestellen. Ich mach das einfach nicht. Mir kommt es nicht einmal kurzzeitig in den Sinn. Da ich aber ein ausgeprägtes ich-möchte-gern-von-allem-probieren-Syndrom habe, probiere ich immer mal wieder ein Stückchen Carrot Cake meiner Begleitung im Café. Und da Carrot Cake sich bei fast allen Menschen größter Beliebtheit erfreut, habe ich schon oft ein Stückchen probiert. Und es hat mir jedes Mal geschmeckt. Tja. Ambivalent. Ich sage es ja.

Heute habe ich es nun gewagt. Ich habe selber Möhren in einen Kuchen getan. Damit es nicht ganz so krass ist, habe ich auch noch Orangen und Pistazien mit hineingerührt. Ich bin allerdings noch nicht soweit, es auch tatsächlich Möhrenkuchen zu nennen. Es sind ‚Gelbe Schnitten mit Orange‘.

Gelbe Schnitten mit Orange

Gelbe Schnitten mit Orange:
2 große Möhren
180 g Butter
350 g Puderzucker
2 Eier
325 g Mehl
1,5 TL Backpulver
60 g Pistazien
1 Bio-Orange

Die Möhren schälen und fein raspeln. Ca. 40 g der Pistazienkerne (ungesalzene) grob hacken. 200 g des Puderzuckers, Butter und Eier schaumig rühren, die geraspelten Möhren und gehackten Pistazien dazugeben, Mehl und Backpulver einarbeiten und den Abrieb einer halben Orange hinzufügen. Den Teig in eine gefettete, flache Kuchen- oder Auflaufform geben (ca. 20 x 30 cm) und 40 Minuten bei 160° im Ofen backen.

Den erkalteten Kuchen in 10 x 3 cm große Streifen schneiden und mit einem halben cm Abstand zueinander auf Backpapier aufreihen.

Die zweite Hälfte der Orangenschale raspeln und die Orange auspressen. Ca. 4 Esslöffel des Orangensaftes mit 150 g Puderzucker in einem kleinen Topf vermischen und leicht erwärmen. Den Zuckerguss in einen kleinen Gefrierbeutel füllen, eine winzig kleine Spitze abschneiden und über den Schnitten verteilen. Schnell die restlichen Pistazienkerne darauf streuen und fertig!

Gelbe Schnitten mit Orange

 

 

Sommergelüste

Mein Lieblingsgetränk ist Wasser. Am liebsten stilles Wasser. Und am allerliebsten kaltes Leitungswasser. Ich finde das sehr praktisch. Ich habe es immer da. Es muss nicht erst die Treppen hochgetragen werden. Es ist günstig. Und in vielen Teilen Deutschlands sogar mineralreicher als abgefülltes Wasser. Allerdings ernte ich oft erschütterte Blicke von Freunden und Verwandten, wenn ich auf die Frage nach meinem Getränkewunsch mit Leitungswasser antworte. „Nein“, sagen sie, „du kriegst doch kein Leitungswasser. Wir haben doch auch…“. Als wäre Leitungswasser irgendwie was schlechtes. Naja. So ist das wohl. Ist auch nicht so wichtig. Und auch gar nicht schlimm.

Ich komme also getränketechnisch ganz locker durch’s Jahr. Nur im Sommer habe ich irgendwie immer Lust auf was anderes. Vielleicht weil ich im Sommer öfter mit netten Menschen an schönen Orten Zeit verbringe und dabei etwas trinke. Vielleicht aber auch weil fruchtige Drinks gut zum Sommer passen. Oder einfach nur so. Und dann wundere ich mich, dass es in allen Cafés das gleiche, meist langweilige, Angebot gibt. Cola, Saft und natürlich Saftschorle. Wieso denn bloß? Eistee ist doch so einfach zubereitet und er kann drölfzigfach variiert werden. Selbstgemachte Limonade ist auch ganz easy und sogar günstig hergestellt. Mal ganz abgesehen von ausgefalleneren Kreationen. Also wenn ich ein Café hätte, dann gäbe es eine tolle Getränkeauswahl. Und meinem Servicepersonal würde ich einen brüskierten Blick beibringen, den es einsetzen müsste, wenn jemand eine Cola bestellt. Hehe.

Bis dahin mache ich mir einfach selber tolle Getränke. Zum Beispiel Erdbeer-Limette-Minz-Schorle.

Erdbeer-Limette-Minz-Schorle

Erdbeer-Limette-Minz-Schorle
100 ml Erdbeersirup
1 – 2 Scheiben Limette
1 Stängel frische Minze
300 ml Mineralwasser

Erdbeersirup in ein großes Glas geben (je nach Konzentration des Sirups, muss die Menge evtl. angepasst werden), ein bis zwei Scheiben einer Limette und ein Stängel frische Minze dazu und mit Mineralwasser aufgießen. Umrühren. Fertig!

Ich habe mir meinen Erdbeersirup selbst gekocht. Aus frischen Erdbeeren, dem Saft zweier Limetten, Zucker, Gelierzucker und Wasser. Allerdings habe ich das einfach so nach Gefühl zusammengemischt. Wer nach einem Rezept für Erdbeersirup googelt, wird aber sicher fündig.

Neuseeländischer Schokopudding

Ich war kurz vor meinem Studienabschluß für ein Auslandssemester 6 Monate in Neuseeland. Das war eine ganz wundervolle Zeit in einem ganz wundervollen Land. Ich habe dort in einer WG mit neuseeländischen Mädels gewohnt. Ähm, gut ok, eine kam aus Samoa und die andere war Britin, aber wer ist in Neuseeland denn bitte nicht zugezogen? Selbst die Maori sind zugewandert. Und den neuseeländischen Alltag habe ich trotzdem erlebt. Eine schöne Alltäglichkeit ist folgende:

Wer in Neuseeland einer Einladung folgt, bringt immer ein Gericht mit. Einen Teller voll Essen quasi. So entsteht bei jeder Art von Feier oder auch unfestlicher Zusammenkunft ein tolles Buffet, an dem sich jeder bedienen darf. Das ist an sich natürlich nicht ungewöhnlich. Auch hier in Deutschland bringt der ein oder andere schon mal einen Kartoffelsalat mit zum Grillabend. In Neuseeland ist es aber wirklich die Regel. Du bist eingeladen? Dann bring Essen mit.

An einem dieser Abende in unserem eigenen Haus, wollte ich einen Kuchen beisteuern, erfuhr dann allerdings, dass schon „Chocolate Pudding“ angekündigt wurde. Ich könne ja Eis dafür kaufen. Eis und Pudding? Kurz habe ich mich gewundert, aber dann nicht weiter darüber nachgedacht. Am Abend gab es dann allerdings gar keinen Pudding, sondern einen süßen, saftigen schoko-schokoladigen Schokokuchen getränkt mit Schokosoße. Das Eis passte ganz hervorragend dazu!

Später erfuhr ich, dass eben dieser schoko-schokoladige Schokokuchen „Chocolate Pudding“ ist. Irgendwie eine Mischung aus Kuchen und Pudding. Und während ich hier so in Erinnerungen schwelge, fällt mir auf, dass die Geschichte darüber, wie ich und der neuseeändische Pudding schlagartig unsere Liebe zueinander fanden, nur mäßig spannend ist. Allerdings ist heute WORLD BAKING DAY. Yeah! Woohoo. Die ganze Welt backt Kuchen. Überall liegt ein toller Duft in der Luft. Wann also, wenn nicht jetzt, sollte ich dieses wunderbare Rezept mit der Welt teilen?

Chocolate Pudding

Chocolate Pudding
Für den Teig:
100 g dunkle Schokolade
50 g Butter
125 ml Milch
85 g Mehl
70 g brauner Zucker

1 TL Backpulver

Für die Soße:
100 g brauner Zucker
1 EL Kakao (gehäuft)
350 ml kochendes Wasser

Schokolade und Butter in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze schmelzen und mit den restlichen Zutaten zu einem Teig rühren. Den Teig in eine ausreichend große Backform, am besten eine Auflaufform, geben. Die Form sollte möglichst nicht zu mehr als einem Drittel  mit Teig gefüllt sein. Das gibt sonst eine Riesensauerei im Ofen. Zucker und Kakao (bitte echten, bitteren Kakao verwenden) miteinander vermischen und auf dem ungebackenen Teig verteilen. Das heiße Wasser vorsichtig, am besten über einen Löffel gegossen, über die Kakao-Zuckermischung geben und im vorgeheizten Backofen bei 180° ca. 40 Minuten backen.

Aus Zucker, Kakao und Wasser wird während des backens ganz von allein eine Schokosoße, die den Kuchen knatschig und matschig und saftig werden lässt. Das sieht anfangs sehr merkwürdig aus und wird im Laufe des Backprozesses noch viel merkwürdiger, am Ende wird aber ganz bestimmt alles gut und vor allem lecker. Mit säuerlichen Früchten und Vanilleeis schmeckt der „Pudding“ am besten. Also los jetzt. Pudding backen! Es ist WORLD BAKING DAY!

In der Tarte

Ich habe zum allerersten Mal eine Quiche gebacken. Allein das Wort ist toll. Quiche. Nun ja, der Boden meiner fertigen Quiche war nach dem Backen noch etwas roh und ich googelte nach Tipps und Rezepten und erfuhr, leider etwas spät, dass der Boden besser ohne Belag vorgebacken werden sollte. Jaja. So ist das, wenn man einfach drauf los macht, ohne sich zu informieren. Ich konnte allerdings gut mit meinem halbrohen Teig leben. Allerdings musste ich bei meiner Recherche auch feststellen, dass ich keine Quiche, sondern eine Tarte gebacken habe. Streng genommen ist eine Quiche nämlich nur dann eine Quiche, wenn es eine Quiche Lorraine ist. Also mit Speck und Zwiebeln. Jegliche herzhafte Gemüsekuchen mit anderem Belag sind Tartes. Tarte ist ein doofes Wort. Und auch wenn ich damit nicht ganz so gut leben kann und weiterhin eine Quiche-Jungfrau bin, ist meine Tarte-Eigenkreation enorm lecker und absolut nachahmungswürdig.

Mmh... Tarte

Echt lecker

Süßkartoffel-Paprika-Chorizo Tarte
Für den Teig:
250 g Mehl
125 g Butter
4 EL Wasser
1/2 TL Salz

Für den Belag:
2 Schalotten
1 große Süßkartoffel (300 g)
2 rote Paprika
200 g Chorizo
200 g Schmand
3 Eier

Gewürze und Kräuter nach Geschmack

Aus Mehl, Butter, Wasser und Salz einen Mürbeteig kneten und abgedeckt mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Eine Süßkartoffel schälen, in kleine Würfel schneiden und etwa 5 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen. Die Schalotten und Paprikaschoten würfeln und mit etwas Öl in der Pfanne anbraten. Mit den gut abgetropften Süßkartoffelwürfeln und Chorizoscheiben mischen und nach Geschmack würzen. Die Chorizo bringt schon etwas Schärfe und eine salzige Note mit. (Statt Chorizo können sicherlich auch Pfefferbeißer oder Salami verwendet werden)

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig in einer gefetteten Tarteform verteilen. Wer keinen halbrohen Teig riskieren möchte, sollte die ungefüllte Tarte nun 10 – 15 Minuten bei 180° im vorgeheizten Ofen backen. Danach die Schalotten-Paprika-Süßkartoffel-Chorizo-Füllung auf dem Teig verteilen. 3 Eier, etwas Salz und einen Becher Schmand verquirlen, über das Gemüse gießen und nochmals ca. 30 Minuten bis zur gewünschten Bräunung  bei 180° backen.

Lasst es euch schmecken!

Tarte mit Parika, Süßkartoffel und Chorizo. Yummy!

Karneval auf dänisch

Es ist Rosenmontag. Halb Deutschland ist heute kunterbunt und total lustig drauf. In den Hochburgen fahren bunte Züge durch die Stadt und werfen mit Süßigkeiten. Nackte oder sonst wie entblößte Politiker aus Pappmaché sind heute keine Seltenheit. Wer mittags noch nicht betrunken ist, macht was falsch und unlustige Witze sind heute urkomisch. Kurz gesagt: Ich wohne in Düsseldorf, kann mit Karneval aber gar nichts anfangen. Ich bin in Flensburg geboren und habe dort die ersten 22 Jahre meines Lebens gewohnt. Ich bin Mitglied der dänischen Minderheit, ging auf dänische Schulen und habe selbstverständlich auch auf dänische Art Karneval gefeiert. Nein halt! In Norddeutschland feiert man natürlich Fasching und auf dänisch „FASTELAVN“.

In der Schule haben wir in der Woche vor dem Fest viele Stunden mit den Vorbereitungen verbracht. Denn zu einem richtigen fastelavnfest gehört natürlich ein „FASTELAVNSRIS“. Dieses besteht typischerweise aus einem Bund junger Birkenzweige.  Geschmückt werden die Zweige mit Bändern und Blumen aus buntem Krepppapier, schwarzen Katzen, Masken und Bonbons.

Fastelavnsris

Bild von http://blaamejsen.blogspot.de

Und was wäre fastelavn ohne „slå katten af tønden“ – die Katze aus der Tonne schlagen. Ein großes Holzfass wird hierzu kunterbunt bemalt und mit Süßigkeiten und einer Katze (bis 1830 eine echte, seitdem aber glücklicherweise nur noch die Stofftiervariante) befüllt und aufgehängt. Nacheinander schlagen alle mit einer Holzkeule gegen das Fass. Wer mit seinem Schlag das Fass endgültig kaputt schlägt, wird mit einer goldenen Papierkrone zum Katzenkönig gekürt. Hach. Es ist ewig viele Jahre her, dass ich mit einer Holzkeule auf ein Fass geschlagen habe. Und so witzig das Ganze klingen mag: Für die dänischen Küfer sind diese Fässer die Existenzgrundlage. Und es ist ein Riesenspaß!

Nach so viel körperlicher Betätigung muss natürlich eine Stärkung her. Das einzig würdige Nahrungsmittel an diesem Tag sind natürlich „FASTELAVNSBOLLER“. Boller (eine echte Übersetzung gibt es nicht – „Brötchen“ trifft es aber vermutlich am besten) gibt es in Dänemark für jede Gelegenheit. Die besten sind aber eindeutig die fastelavnsboller. Ein mit Vanillecreme oder Marzipan gefülltes Hefebrötchen mit Schokoladenverzierung. Dieses köstliche Backwerk möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Vergesst die blöden Industrieberliner, die es hier überall gibt. Backt euch dänische fastelavnsboller!

Fastelavnsboller

Fastelavnsboller (ergibt ca. 20 Stück)
Für den Teig:
500 g Mehl
250 g Butter
1 Würfel Hefe
200 ml Milch
2 EL Zucker
2 TL Salz
1 Ei

Für die Creme:
2 Eigelb
2 EL Zucker
1,5 EL Stärke
200 ml Milch
etwas Vanille

Schokolade zum verzieren

Hefe, Milch und Butter erwärmen, mit den restlichen Zutaten mischen, kneten und ca. 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Alle Zutaten für die Creme in einem kleinen Topf unter ständigem rühren erwärmen bis Pudding daraus wird. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Teig halbieren und jede Portion ca. 1 cm dick ausrollen. Alle 6 – 8 cm einen Teelöffel Creme auf den Teig setzen und die zweite Hälfte des Teiges darüber legen. Nun mit einem runden Ausstecher von ca. 6 – 8 cm Durchmesser (ein Glas funktioniert auch auper) durch beide Teiglagen durchstechen und die so entstandenen, gefüllten boller auf ein Backblech setzen und bei 200° ca. 12 Minuten backen.

Super Bagels selbstgemacht

Wahrscheinlich liegt es am Loch. Nüchtern betrachtet ist nämlich ein Bagel auch nur ein Hefebackwerk. Aus irgendeinem Grund üben Bagels aber mehr Faszination auf mich aus, als andere Hefebackwerke. Das ist recht seltsam, denn ich habe in meinem Leben bisher ungefähr 3 Bagels auswärts irgendwo gegessen. Das liegt zum größten Teil daran, dass fast alle Bagels entweder mit einer dicken Schicht Frischkäse oder mit Räucherlachs oder mit beidem belegt werden. Finde ich alles doof. Geschmacklich. Aber vor allem auch konsistenztechnisch. Ich schiebe es also wirklich auf das Loch. Ein Bagel ist Backwerk mit Loch. Das ist irgendwie so seltsam und unnötig, dass es mich verzückt. Ein Stein mit Loch ist ja auch toller als ein Stein ohne Loch. Wikipedia sagt übrigens, das Loch beschleunigt den Kochprozess. Hmm. Müssten dann nicht viel mehr Lebensmittel Löcher haben? Das allein ist doch nicht der Grund. Das ist erfunden. Oder eine Lüge. Oder auch beides.

Nun ja.

Meine Bagelfaszination trieb mich dazu, mir selber welche zu backen und sie so zu belegen, wie es mir passt. Und es hat sich gelohnt.

Mmh ... Bagels

Super Bagels:
500 g Mehl
250 ml warmes Wasser
2 Päckchen Trockenhefe
1 TL Zucker
50 g Butter
Salz
1 Eigelb (zum bestreichen)

Mehl. Wasser, Hefe, Zucker, Butter und ein Teelöffel Salz zu einem glatten Teig kneten und zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.
In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Kugeln aus dem Teig drehen, flach drücken und mit dem Zeigefinger ein Loch bohren (das ist der beste Teil). Die Teigringe nun portionsweise, je nach Größe des Topfes, im Wasser ziehen lassen. Sie gehen durch die Hitze des Wassers auf. Nach 1 – 2 Minuten herausheben, abtropfen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Das Eigelb mit einem Esslöfel Wasser verquirlen, die Bagels damit bestreichen und nach Belieben mit Sesam, Nüssen, Haferflocken etc. bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° goldbraun backen, etwas abkühlen lassen, lecker belegen und genießen.

Bagel Monte Carlo
Serrano Schinken, Mozzarella und Pesto alla Genovese

Bagel Amsterdam
Bacon (kross gebraten), Brie, Honig, Pekannüsse und Kresse

Die besten Bagels der Welt

 

Knusperwaffeln mit Herbstgeschmack

Ich suche schon lange nach dem richtigen Waffeleisen. Für mich ist das eines, das dicke, eckige Waffeln produzieren kann. Ich will aber kein modernes kaufen (die werden meistens unregelmäßig heiß, die Waffeln sind viel zu groß und außerdem sehen die Dinger immer so häßlich aus), deswegen muss ich bisher noch vorlieb mit dem alten Herzwaffeleisen nehmen. Es ist orange-braun gemustert, also schon ein wenig stylish, uralt und echt ok, aber es macht eben „nur“ Herzwaffeln.

Noch länger habe ich übrigens nach dem richtigen Rezept für knusprige Waffeln gesucht. Ich habe gerührt, gebacken und probiert, verändert, wieder gerührt, gebacken und probiert usw. Um außen knusprige und innen buttrig weiche Waffeln zu erzeugen braucht es einen zähflüssigen Teig, war meine erste Erkenntnis. Milch kommt also nicht hinein. Um gleichmäßig gebräunte und überall knusprige Waffeln zu erhalten, braucht es einen fettigen Teig, war meine zweite Erkenntnis. Es kommt also viel Butter hinein. Und für die richtige Fluffigkeit muss noch etwas Backpulver dazu.

Herausgekommen ist dabei ein Teig der immer wieder fluffige Knusperwaffeln erzeugt. Ich habe seitdem kein anderes Rezept benutzt. Am Wochenende gab es die Waffeln mit Zimt und Apfel verfeinert. Mmmh.

Herbstwaffeln

Knusperwaffeln mit Herbstgeschmack:
180 g Butter
80 g Zucker
4 Eier (Größe M)
200 g Mehl
eine Teelöffelspitze Backpulver
etwas Vanille
1 TL Zimt
ein kleiner Apfel, gerieben

Alle Zutaten zu einem zähen Teig verarbeiten und OHNE zusätzliches Fett im Waffeleisen goldbraun backen. Die fertigen Waffeln einzeln auf einem Kuchengitter auslegen. Erst dann werden sie knusprig. Legt man die Waffeln auf einen Teller oder stapelt sie gar aufeinander, bleiben sie weich. Die Waffeln schmecken auch nach ein oder zwei Tagen noch sehr gut, allerdings sind sie auch dann nicht mehr knusprig. Der Teig reicht je nach Waffeleisen für 5 – 6 Waffeln.

Zimt und Apfel können natürlich weggelassen oder mit anderen Gewürzen ersetzt werden.

Erdnussbutter-Schoko-Salzstangen-Cookies

Erdnussbutter, Schokolade und Salzgebäck. Eine Kombination die nun schon eine ganze Weile durch sämtliche Blogs und Rezeptesammlungen geistert. Eine Kombination bei der ich regelmäßig dachte … Om nom nom. Ich will das auch! Allerdings war mir bis vor kurzem nicht ganz klar in welcher Form genau ich es wollte. Doch dann las ich einen Artikel über den perfekten Chocolate Chip Cookie und hatte das dringende Bedürfnis, den perfekten Chocolate Chip Cookie mit Erdnussbutter, Schokolade und Salzstangen zu paaren, um daraus etwas sagenhaftes werden zu lassen.

Keine Frage, dieses Rezept ist nichts für die schlanke Linie. Es ist etwas für diese langen grauen Tage, an denen der Sommer sich verabschieden will oder die Seele schon fast auf dem Boden schleift. Aber keine Angst, mehr als ein Stückchen davon kann eh keiner essen.

Ein sagenhafter Cookie

Erdnussbutter-Schoko-Salzstangen-Cookies:
120 g Butter
170 g Zucker
etwas Vanille
1 Ei
150 – 200 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/4 TL Salz
75 g Chocolate Chips
100 g Erdnussbutter
100 g Schokolade
Salzstangen

Für den Cookieteig zimmerwarme Butter, Zucker und Vanille schaumig rühren. Das Ei hinzufügen und nochmals rühren. Dann Mehl (erst 150 g, danach evtl. löffelweise mehr), Backpulver, Natron und Salz unterrühren. Der Teig sollte relativ fest und nicht zu klebrig sein. Ist er das nicht, hilft mehr Mehl. Zum Schluss werden die Chocolate Chips untergerührt. Wer im Voraus plant, kann den Teig nun einen Tag im Kühlschrank ruhen lassen. Wer wie ich selten schon heute weiß, was er morgen will, verteilt den Teig in einer gefetteten Auflaufform (meine misst ca. 20 x 30 cm) und backt den Riesencookie im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad für 12 – 15 Minuten. Ich mag weiche Cookies. Wer eine knusprig harte Basis möchte, muss evtl. die Backzeit erhöhen.

Nachdem die Cookiebasis vollständig ausgekühlt ist, die Erdnussbutter darauf streichen und mit einer Schicht geschmolzener Schokolade (für den besseren Geschmack auf jeden Fall echte Schokolade und keine Kuvertüre verwenden) übergießen. Die Salzstangen in einem hübschen Streifenmuster auf die noch weiche Schokolade legen und ungeduldig warten bis alles fest geworden ist. Ein Traum. Mächtig und nicht für jeden Tag geeignet, aber ein Traum.

Hübsch und lecker

Hier erkennt man die Schichten ganz gut

Flammkuchen

Ich steh‘ auf einfache Rezepte und Speisen. Natürlich mag ich auch die abgefahrenen Gerichte mit allerlei Zutaten und Geschmacks-HokusPokus, aber die einfachen Gerichte sind nun mal die, die durch eben diese Einfachheit ganz schnell ein zufriedenes Lächeln zaubern können. Eines dieser Gerichte ist der Flammkuchen. Er schmeckt mir schon sehr lange sehr gut. Dennoch habe ich bisher selber nie einen gebacken. Seltsam eigentlich. Denn er ist so einfach und schnell zubereitet. Ma hat er übrigens so gut geschmackt, dass er ab sofort jede Woche einen essen möchte.

Flammkuchen Elsässer Art

Flammkuchen: (ausreichend für 2 Personen als Hauptgericht)
200 g Mehl
100 ml Wasser
1 TL Salz
1 EL Öl

150 g Crème fraîche
100 g Schinkenspeck
1 mittelgroße Zwiebel
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Mehl, Wasser, Salz und Öl zu einem Teig verkneten und ca. eine Stunde ruhen lassen. Danach den Teig sehr dünn ausrollen und auf ein Backblech geben. Crème fraîche mit Salz (Vorsicht – der Speck bringt schon viel salzige Würze mit), Pfeffer und etwas Muskatnuss glatt rühren und gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Die Zwiebel und den Schinken speck in schmale Streifen schneiden und ebenfalls über den Teig streuen. Bei möglichst großer Hitze (über 200°) im vorgeheizten Backofen 10 – 15 Minuten garen und sofort verspeisen.

Vor dem backen

So lecker

Mmh… Schinken-Käse-Scones

Wie versprochen kommt hier das Rezept für unglaublich fluffige, leckere und mega easy-peasy Scones.

Schinken-Käse-Scones

Mmh... lecker!

Schinken-Käse-Scones: (ergibt ca. 4 – 5 Stück)
250 g Mehl
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
1/2 Päckchen Backpulver

30 g Butter
150 ml Milch
20 – 30 g Schinkenwürfel (geräuchert)
Käse zum überbacken (zB Beemster)

Die trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Zucker und Backpulver) vermischen. Butter in Flöckchen dazugeben und gemächlich unter rühren die Milch einfließen lassen. Den festen Teigball für ca. 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Nach der Ruhephase den Teig ausrollen, mit Schinkenwürfeln bestreuen, Teig einschlagen und erneut ausrollen, bis der Schinken gleichmäßig verteilt ist. Eine dicke Rolle formen und scheibenweise geschnitten auf ein Backblech legen. Mit Käse belegen und bei 200° im vorgeheizten Backofen 10 – 15 Minuten backen.

Schinken und Käse können selbstverständlich gegen Schokotropfen, Blaubeeren, Nüsse, Spinat und Feta oder ähnliches ausgetauscht oder ganz weg gelassen werden.