Archiv Druckgrafik

Never Stop Growing

In Oberhausen läuft noch bis zum 12. Januar 2014 die Ausstellung “Hair! Das Haar in der Kunst” in der Ludwiggalerie. Ich war noch gar nicht dort, habe es aber ganz fest vor. Haare finde ich sehr faszinierend. Das langsame Wachstum, die dadurch entstehende Kostbarkeit, die unterschiedlichen Strukturen und Farben, die Masse und auch die psychologische Bedeutung. Niemals hören sie auf zu wachsen. Eine Eigenschaft von der sich jeder inspirieren lassen sollte. Immer weiter, immer voran. Das Leben muss nicht unbedingt groß und pompös werden, aber wachsen sollte es. Ich habe das in einem neuen Druck verarbeitet. Never Stop Growing. Bitteschön.

Never Stop Growing

Erhältlich im Shop.

Ergebnisse der Forschung

Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an meine hochwissenschaftliche Forschungstätigkeit in Sachen Trendfarbe. Voller Stolz kann ich nun nach tagelanger Auswertung ein Ergebnis vorlegen.

Kupfer ist NICHT das neue Neon. Neon bleibt Neon! Trotz beherzter Bemühungen jedem Interessenten den kupfernen Druck schmackhaft zu machen (echtes Kupferpigment, schiller, schimmer, Glanz und Gloria), entschied sich die Großzahl der Probanden für Neon. Neon sei lebendiger. Neon strahle mehr Lebensfreude aus. Neon mache einfach überglücklich. So urteilten die strahlenden Käufer. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass für die wenigen Kupferfans noch ein paar Exemplare des Drucks zur Verfügung stehen.

Neon rules!

Ersatzköpfe

Ich benutze total umweltfreundliche Spülbürsten aus Holz. Eigentlich benutze ich natürlich, noch umweltfreundlicher, eine Spülmaschine zum spülen. Mein Lieblings-Espresso-mit-Milch-Becher hat allerdings magische Kräfte, die den Espresso mit Milch noch besser schmecken lassen und deswegen muss ich ihn von Hand spülen. Täglich. Manchmal mehrmals. Dafür brauche ich also unter anderem diese total umweltfreundliche Spülbürste. Mit der schrubbe ich die Kaffeereste aus dem Becher. Um die Kaffeereste auch am untersten Rand wegzukriegen, muss Druck her. Dieser Druck führt allerdings dazu, dass die Naturborsten der Spülbürste nachgeben und irgendwann dauerhaft geknickt am Kopf der Bürste hängen. So lässt sich dann nicht mehr gut schrubben. Zum Glück lässt sich der Kopf meiner Bürste problemlos vom Stiel trennen und erneuern – ich sag ja, total umweltfreundlich meine Spülbürste. Neulich war es wieder soweit. Die Bürste brauchte einen neuen Kopf aus der Packung mit der Aufschrift: Ersatzköpfe. Und ich so: Boah! Jeder müsste eine Packung mit Ersatzköpfen haben. Und alle so: Yeah!

Ersatzköpfe

Ersatzköpfe für alle (ähm, nein. Nur für einige wenige, weil limitiert) gibt es im Shop.

Stil am Stiel

Der Sommer verabschiedet sich leise und ein Seufzen geht durch die Welt. Das Eis am Stiel schmeckt nun 8 – 10 Monate nur noch halb so gut. Doch nein, ach schau, was ist denn das? Am Stiel gibt es nicht nur eisiges, sondern auch anderes. Kuchen zum Beispiel wird seit einiger Zeit vom Stiel gegessen. Und Früchte, Gemüse und Gegrilltes sowieso. Ab jetzt aber auch Menschen. Hahahahahaha! ( <– bitte fieses, teuflisches Lachen mit viel Hall vorstellen.) Gar köstliche Menschenwesen am Stiel, wunderschön in Form gepresst. Erdbeermenschen, Pfirsichmenschen, Kiwimenschen. Schmecken ausgezeichnet. Ihr solltet sie probieren.

Erdbeermensch am Stiel

Pfirsich- und Kiwimensch gibt es auch

“Mensch am Stiel” ist ein neuer Linoldruck und erhältlich im Shop.

 

 

Frischer Fisch

Das meine maritime Linoldruckserie so beliebt wird, habe ich nicht einmal zu träumen gewagt. Jetzt geht sie schon in die 12. Runde. Motive schlummern noch in ausreichender Zahl in meinem Skizzenheft und Kopf. Es wird also vermutlich erst ein Ende nehmen, wenn ich irgendwann alle auffindbaren Exemplare dieses einen bestimmten Atlas aus den 60ern aufgekauft habe. Denn das Landkartenpapier daraus ist einfach das schönste. Leider brauche ich aber mittlerweile ein Atlas pro Motiv!

Irgendwann werde ich mal eine Galerie einrichten, in der alle (auch die bereits ausverkauften) Drucke zu sehen sind. Bis es aber soweit ist, stelle ich euch vorerst nur das neueste Mitglied des maritimen Clans vor. Ein alter, einsamer Seebär. Mutig ist er, denn er rudert mit seinem kleinen Boot in allen Gewässern dieser Erde. Aber auch immer ein wenig traurig und immer sehr ernst. Vielleicht weil bei ihm immer nur die kleinen Fische beißen?

Fischer

Den Fischer gibt es selbstverständlich im Shop.

Das neue Wundermaterial

In der Linoldruckerszene (gibt es so eine?) hörte man in letzter Zeit hier und da geflüstertes Gemurmel über ein ultraneues Hightech-Material. Es soll das herkömmliche Linoleum ersetzen. Es ist viel besser und toller, als alles bisher gekannte. Ich vernahm sogar schon die Worte: “Ich werde nie wieder Linoleum benutzen!” Woohoo. Angefixt von so viel stiller Begeisterung, wollte ich auch mit dem neuen Material arbeiten. Bei Boesner wurde groß angekündigt: “Wir haben es!”. Allerdings war die erste Lieferung der heißen Ware so schnell ausverkauft, dass Menschen, die sich im normalen Temporahmen bewegen, einfach keine Chance hatten, etwas davon zu ergattern. Die zweite Lieferung ließ lange auf sich warten, aber endlich bin auch ich im Besitz einer Packung “SoftCut-Platten”.

Meine erste Erfahrung mit diesem neuen Material, möchte ich natürlich niemandem vorenthalten.

SoftCut-Platten gibt es in verschiedenen Größen von 7,5 x 7,5 cm – 20 x 30 cm in Packungen à 10 Stück. Einzelne Platten sind leider nicht erhältlich. SoftCut-Platten sind teurer als Linoleum, allerdings liegt der Preisunterschied bei weniger als einem Euro pro Platte, ist also durchaus zu vernachlässigen.

SoftCut-Platten

Das Material ist 3 mm stark und etwas “wabbelig”. Diese Weichheit macht die Handhabung etwas schwieriger, ermöglicht aber dafür auch Drucke auf gebogenen Flächen. Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich einfach ein Stück Fotokarton unter die Platte geklebt. Anti-wabbel-Karton quasi. Das hat ganz gut funktioniert. Meine Packung enthielt übrigens keine einzige SoftCut-Platte im angegeben Maß von 10 x 15 cm. Sie sind alle ein paar Millimeter kleiner oder größer. 8 Platten sind aber immerhin exakt gleich groß, eine ist breiter und eine länger als alle anderen. Das ist nicht wirklich schlimm, da ich selten Motive drucke, die bis zu allen 4 Rändern einer Druckplatte reichen, aber trotzdem ein wenig schade.

Die SoftCut-Platten sind viel heller als Linoleum. Vorgezeichnete Skizzen sind also viel besser zu erkennen.

Skizze auf der Platte

Die Platten sind aus einem festen Gummi. Nicht so weich wie Stempelgummi und nicht so brüchig wie Linoleum. Mit diesem Material sind viel feinere Linien möglich. Allerdings ist es dadurch auch nicht ganz leicht zu schneiden. Es fühlt sich ungefähr so an, wie ein Gummibärchen mit einem Küchenmesser zu zerschneiden. Grundsätzlich lässt es sich leicht bearbeiten, ist aber an einigen Stellen störrisch, zäh und einfach gummiartig. Einige Schnitztechniken, die ich mir beim Linoleum angewöhnt habe, funktionieren mit SoftCut-Platten einfach nicht.

Die fertig geschnitzte Platte

Durch die sehr glatte und nicht saugende Oberfläche lässt sich die Farbe auf den SoftCut-Platten sehr leicht aufwalzen. Linoleum ist etwas rauher und gibt die Farbe nicht ganz so freudig auf das Papier ab. Das ist besonders dann zu spüren, wenn man wie ich ohne Druckpresse arbeitet.

Die Farbe lässt sich gut verteilen

Ein Unterschied im Druckbild ist nicht zu erkennen. Der handwerkliche Charakter des Drucks bleibt erhalten, aber es kostet weniger Muskelkraft ihn zu erzeugen. Das gefällt mir sehr. Ob ich in Zukunft nur noch SoftCut-Platten verwenden werde, weiß ich aber noch nicht. Ich muss noch etwas herumexperimentieren und das Material erst richtig kennenlernen. Es hat sowohl Vor- als auch Nachteile und ich brauche noch ein Weilchen, um herauszufinden welche überwiegen.

Der fertige Druck

Eine Frage bleibt allerdings noch. Ist ein Druck mit einer SoftCut-Platte ein Linoldruck? Technik, Arbeitsprozess und Farbe bleiben gleich, aber das namensgebene Material ist ein anderes. Hmm …

 

 

 

Liebe Sonne,

weil mit dir das Wassermelone essen erst richtig Spaß macht, weil die Wäsche mit dir viel schneller trocknet, weil ein kalter Pool durch dich zur besten Erfrischung wird, weil du den Schatten zum König machst, weil du die Menschen glücklich machst, weil der Sommer ohne dich keiner wäre, weil der Himmel deinetwegen so blau ist, weil du mich auf diese besondere Art müde machst, weil du bunte Blumen zauberst, weil du die Tomaten reifen lässt, weil du mich ohne Decke schlafen lässt, weil durch dich so oft gegrillt wird und weil du einfach Superkräfte hast, habe ich dir, liebe Sonne, diesen Druck gewidmet.

Liebe Sonne

Die liebe Sonne ist selbstverständlich im Shop erhältlich.

Oh guck, ein …

Als der Bär aus dem fabelhaften Neonwald sich vor einiger Zeit still und heimlich anschlich, habe ich versprochen, die nächste Ankunft eines Waldbewohners auf besondere Art festzuhalten. Tätätäräääää! Mein erstes animiertes gif. Aufgrund der Größe und der vielen bunten Einzelbilder, ist es etwas füllig geworden. Je nach Internetgeschwindigkeit ist also Geduld gefragt. Wird diese jedoch aufgebracht …

Hase

Ab sofort im Shop erhältlich.

Kupfer vs Neon

Ich habe sechs Jahre lang an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) studiert. Die Kunst wende ich nun auch schon recht lange an. Damit das mit der Wissenschaft aber nicht zu kurz kommt, betreibe ich mit einem meiner neuesten Drucke ultimative und wissenschaftlich einwandfreie Forschung in Sachen Trendfarbe.

Immer wieder kommt mir in der letzten Zeit zu Ohren, Kupfer sei das neue Neon. Was Wohnaccessoires betrifft, kann ich das bestätigen. Zu den meistgesehenen Farben bei Kleidung, Schmuck, Make-up, Taschen etc. gehört aber eindeutig Neon. Was ist also dran am neuen Kupfertrend? Funkelnde metallic-Optik? Oder doch nur matter Grünspan?

Kupfer vs Neon

Meinen neuen Druck “Überglücklich” habe ich deswegen in zwei Versionen geplant. 20 Exemplare in Kupfer und 20 in, wer hätte das gedacht, Neonpink. Allerdings gibt es keine Linoldruckfarbe in Neon und nur welche mit unzureichender Funkelqualität in Kupfer. Buh! Um trotzdem ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, habe ich für diesen Druck die Farben selbst hergestellt. Yeah!

Die gekaufte Kupfer-Linoldruckfarbe habe ich mit glänzendem Kupferpulver veredelt.

Kupferpartikel ohne Ende

In der Sonne glänzt der Druck richtig schön und funkelt wie eine Diamantenhöhle. Ich habe auf dem Foto mal versucht, das Glanzspektakel im Sonnenlicht einzufangen.

Ich habe versucht, das Funkeln des Drucks in der Sonne einzufangen

Für die Neonpinke Druckfarbe musste ich die Farbe komplett selber herstellen. Dazu habe ich Neonpigment mit etwas Wasser zu einem leuchtenden Farbbrei angerührt und die Pigmente etwa eine Stunde “sumpfen” lassen. Danach habe ich diesen Farbbrei mit ca. der gleichen Menge Linolbindemittel verrührt und schon entstand eine gebrauchsfertige Linoldruckfarbe mit hervorragender Leuchtkraft. Wenn man sich diese frische, satte Farbe im Töpfchen eine Weile angeschaut hat, erscheint der Rest der Welt plötzlich ganz farblos und matt.

Krass pinkes Pigment

Yeah! Neonpink

In Zukunft werde ich wohl öfter meine Farben selbst herstellen. Das habe ich witzigerweise bisher nie gemacht. Ich verstehe plötzlich wieso es Künstler gibt, die eine Leinwand einfach nur mit einer satten Farbe bemalen. Aber zurück zum Thema: Anhand der verkauften Exemplare der zwei verschiedenen Versionen dieses Drucks, kann ich 1A-Marktforschungs-mäßig bestimmen, ob Kupfer nun wirklich das neue Neon ist. Ich muss wohl demnächst mit dem Ergebnis in sämtlichen Fernsehshows und bei internationalen Lifestyle-Kongressen auftreten. Verzeiht mir also, wenn es hier etwas ruhig wird …

Auf dem letzten Designmarkt war der Druck übrigens schon dabei. Neon liegt momentan 3:1 vorne.

“Überglücklich” gibt es natürlich im Shop!

EDIT: Neon liegt nun schon 6:2 vorne.

Kein amerikanischer Kuchen, aber trotzdem süß

Ich bin ein Fan alter Musik. Nicht nur, ich mag auch neue Musik, aber ein großer Teil meiner Lieblingslieder ist älter als ich. Don McLean ist zum Beispiel einer der Musiker, den ich sehr mag. Den meisten sagt dieser Name vermutlich wenig. Einen Song von ihm kennen aber alle. American Pie. Ein großartiger Song, finde ich. Aber eben nicht der einzige von Don McLean. Der Mann ist mir übrigens unter anderem aufgrund folgender Aussage sehr sympathisch. „Sie werden viele Interpretationen meiner Songtexte finden, aber keine von mir. Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie in dieser Hinsicht allein lassen muss, aber mir ist schon vor langer Zeit klargeworden, dass Songschreiber nur ihre Texte schreiben und ansonsten würdiges Schweigen bewahren sollten.“ (Ich war mal so frei, dieses Zitat von Wikipedia zu kopieren, weil ich vergessen habe, wo ich es ursprünglich gelesen habe und bitte diese unvernünftige Quellenangabe zu entschuldigen.)

Ich liefere Don McLean zu Ehren nun auch eine Interpretation zu einem seiner Texte in Form eines neuen zweifarbigen Linoldrucks. And I Love You So*. Für alle Liebenden und für alle Don McLean-Möger im Shop erhältlich.

Zwei fertige Linolplatten für zwei Farben

Das fertige Motiv

*And I love you so,
The people ask me how,
How I’ve lived till now
I tell them “I don’t know”

I guess they understand
How lonely life has been
But life began again
The day you took my hand

And yes I know how lonely life can be
The shadows follow me
And the night won’t set me free
But I don’t let the evening bring me down
Now that you’re around me

And you love me too
Your thoughts are just for me
You set my spirit free
I’m happy that you do

The book of life is brief
And once a page is read
All but love is dead
This is my belief

And yes I know how loveless life can be
The shadows follow me
And the night won’t set me free
But I don’t let the evening get me down
Now that you’re around me

And I love you so
The people ask me how,
How I’ve lived till now
I tell them “I don’t know”



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