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Alphabetisch

Seit geraumer Zeit steht ein ABC-Print auf meiner things-I-would-like-to-do-Liste. Erstens weil ich Buchstaben in fast jeder Form sehr mag und zweitens weil ich die Vorstellung, sie alle zusammen hübsch aufgereiht, auf einem Blatt, in einem Rahmen, an vielen Wänden, schön finde. Zwei konkrete Ideen zu einem solchen Druck haben sich kürzlich ganz klar vor meinem Auge kristallisiert. Das Problem: Ich kann und will keine dieser Ideen im Linoldruck umsetzen. Ich will Siebdruck! Nicht nur für einen Alphabet-Druck, sondern generell. Aber erstmal, ganz akut, für das gute ABC. Nun ist das siebdrucken zu Hause mühsam und uncool, eine Werkstatt habe ich aber (noch) nicht. Was also tun? Hat jemand eine Idee? Kennt einer von euch eine offene Werkstatt in oder bei Düsseldorf? Oder etwas ähnliches? In Auftrag geben will ich den Druck nicht. Ich muss selber drucken. Leider bin ich bei der Suche nach Siebdruckmöglichkeiten bisher immer gescheitert.

Bevor ich also mein eigenes Alphabet in Händen halten kann, muss ich mit diesen äußerst hübschen ABC-Kärtchen vorlieb nehmen. Ich weiß noch nicht recht, was ich mit ihnen anstellen soll. Ja, ich kann mich noch nicht einmal entscheiden, ob ich die Vorder- oder die Rückseite schöner finde. Vielleicht ein alphabetisches Mobilé? Dann muss ich mich gar nicht entscheiden. Hmm …

Ein Stapel Buchstaben

ABCDEFGH

Wunderschöne Rückseiten in 4 Farben

Buchstabenmagnete

Ihr erinnert euch sicher noch an die weißen Holzscheiben? Und an meine neuen Stempel? Nun habe ich zusammengefügt, was zusammengehört. ( <– Diesen Satz bitte mit einer tiefen, mächtigen, dröhnenden Stimme lesen. Ungefähr so wie ich mir Gottes Stimme vorstelle.) ICH HABE ZUSAMMENGEFÜGT, WAS ZUSAMMENGEHÖRT! Will heißen: Ich habe die weißen Holzscheiben mit permanenter Stempelfarbe bestempelt und an die Rückseite einen kleinen, flachen, aber starken Neodym-Magneten aufgeklebt. Nun habe ich Buchstabenmagnete. Und welche mit Symbolen. Am Wochenende auf der Stijl in Mainz haben sie ihre Premiere gefeiert und schon viele Menschen beglückt. Ob sie in den Shop einziehen, überlege ich mir noch. Vorerst gibt es sie zumindest nur auf Designmessen und -märkten.

Buchstabenmagnete

ABC am Kühlschrank

Es gibt noch viel mehr Motive

Ich verspüre gerade den starken Drang, überall in der Wohnung Metallgegenstände anzubringen. Eine Schraube oder ein Nagel müsste für hübschen Wandschmuck sogar schon ausreichen. Es eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten.

 

Das ABC der Stempel

Ich habe mir zum ersten Mal Stempel anfertigen lassen. Das ist ganz leicht. Eine schwarz-weiße Datei erstellen, als .eps oder .pdf abspeichern, dem Stempelhersteller mailen, 4 Tage warten, Stempel in Empfang nehmen, erstaunt und begeistert das Ergebnis bewundern und losstempeln! Bisher habe ich immer bei Ebay auf Neoprint Buchstabenstempel gehofft. Meistens sind die aber viel zu teuer oder nicht in der richtigen Größe bzw. Schrift zu finden. Nun habe ich meine eigenen Buchstabenstempel. Wirklich sehr praktisch.

Ich war etwas nervös, als ich die Datei ablieferte, weil ich natürlich nicht wusste, wie das Ergebnis aussehen wird, geschweige denn wie es sich damit stempeln lässt. Bedenken sind allerdings unbegründet. Der Laser arbeitet unglaublich exakt und fein. Teilweise bestehen meine Motive aus gerade einmal 1 Pt starken Linien (1 Punkt = 0.376 mm) und trotzdem ist das Gummi an diesen Stellen stabil und stempelbar. Gegen einen Aufpreis werden die Platten übrigens direkt mit dem Laser geschnitten und auf Wunsch sogar schon fertig montiert geliefert.

Buchstaben

So feine Linien

Wer sich auch Stempel lasern lassen will, kann mir eine Mail schreiben. Ich gebe den Kontakt des Stempelherstellers gerne weiter.

Das war japanisch

Gestern war zum 12. Mal der Japan-Tag in Düsseldorf. Ein riesen Spektakel zu dem alljährlich hunderttausende Besucher erwartet werden. Keine Frage, da musste ich auch hin. Ich hab es mir wirklich toll vorgestellt, denn ich mag die japanische Kultur. Kirschblüten, Origami, Kalligrafie, bunte Muster, Kitsch, Samurai, Ninjas, Geishas, Mangas, Computerspiele, Technik usw. Einem fällt doch direkt soviel typisch japanisches ein. Es hätte ein buntes Erlebnis sein können. Aber wie sah die Veranstaltung größtenteils aus? Eine lange Reihe weißer Pavillons am Rheinufer, in denen überwiegend billig produzierter Kitsch verkauft wurde. Yay! Keine Deko, keine Musik. Nicht mal einen Bubble-Tea-Stand gab es. Ist das schon wieder out? Wirklich schade.

Ein Highlight gab es dennoch. Der Kalligrafie-Pavillon. Jeder durfte sich bis zu 2 Worte wünschen, die dann von einer der freundlichen japanischen Damen kalligrafiert wurden. Wunderschön. Überwiegend wurden natürlich Worte wie Liebe, Glück, Leben, Hoffnung, Gesundheit oder der eigene Name gewünscht. Ich wollte “Knallbraun”. Oh je. Damit habe ich die arme Dame völlig aus dem Konzept gebracht. Natürlich gab es kein japanisches Zeichen dafür. Sie überlegte hin und her, schlug in einem Wörterbuch nach, fragte all ihre Kolleginnen, es wurde diskutiert und beraten und schließlich fing sie zu schreiben an. Da hätte ich gern stundenlang zugeschaut. Am Ende hat sie ihr Schreibwerk sogar mit einem Signierstempel signiert.

Ist jemand des japanischen mächtig und kann mir sagen, was nun auf meinem Blatt steht? Der Google Translator spuckt bei Knallbraun etwas anderes aus. Egal. Hübsch sieht es aus.

Knallbraun auf japanisch

Das japanische Feuerwerk am Ende des Tages war übrigens auch wirklich sehenswert. Es war also doch keine totale Enttäuschung.



IMPRESSUM

Mo Freiknecht | Flurstr. 1 | 40235 Düsseldorf | mo@knallbraun.com | 0178-3128252


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