6 Dinge im Januar

Die Welt ist voll von Dingen. Dinge mit und ohne Wert. Dinge mit und ohne Bedeutung. Dinge die keiner beachtet. Viele Dinge sind einfach nur da. Das ist das Schicksal der Dinge. Was ist schon ein Ding? Es ist da, erfährt aber keine Beachtung. So etwas wie ein Kugelschreiber, die Klobürste oder eine Plastiktüte. Nun kann sich allerdings so ein Ding ohne größere Hürden überwinden zu müssen, ganz schnell zu einem Gegenstand mausern. Und zwar zu einem Gegenstand allerhöchster Wichtigkeit. Wenn nämlich besagter Kugelschreiber, der eben noch ein Dasein als Ding fristete, täglich ganz bewusst im Gebrauch ist, schmerzlich vermisst und sogar extra ausgesucht wird, ist er nicht mehr bloß ein Ding. Unter diesen höher gestellten Gegenständen kursiert sogar das Gerücht, es käme äußerst selten dazu, dass ein gewöhnliches Ding das glorifizierte Leben eines Objekts führen könnte. Und es stimmt sogar. Es gibt prozentual gesehen allerdings nur äußerst wenige Objekte auf der Welt. Meist haben Dinge und Gegenstände aus edlen Materialien die besseren Aufstiegschancen. Doch auch gewöhnliche oder gar billige Dinge können zum Objekt werden, wenn sie mit Emotionen belegt werden. Ein Objekt der Begierde sozusagen. Objekte sind die ganz besonderen Gegenstände, von denen jeder eine handvoll oder auch mehr besitzt. Für ein Objekt würde der Besitzer ins Feuer greifen. Ein Objekt wird gehegt und gepflegt, mit Liebe überschüttet und oft sogar an besonderen Orten aufbewahrt.

Diese Dinge habe ich gerade gefunden:

1. Die Leuchte “Seam Two” von E15. Es gibt sie in verschiedenen Farben. Diese Variante leuchtet schon ohne Licht in Neonrot. Kostet auch nur 560 Euro.
2. Die Rucksäcke von Mödernaked. So schlicht,
so schön, so irgendwie maritim. Hach.
3. Ein Eichhörnchen (inklusive Gras, wie cool ist das denn?) vom dänischen Label PiBjørg.
4. Eine Originalcollage von der dänischen Künstlerin Marie Willumsen. Hier abgebildet ist Cat City.
5. Eine Walnussholzschachtel mit mintgrünem Deckel von nunabee.
6. Box Box von HAY. Darin kann man dann sehr gut die ganzen Dinge aufbewahren, die es nicht zum Objekt geschafft haben.

Die Kunst, überall Haare zu finden

Haare sind etwas ganz merkwürdiges. Sie gehören zum Menschen, dienen als Schutz, sind ein Schönheitsideal, können Ekel und Entzückung auslösen. Haare im Essen kann keiner leiden. Haare am Rücken wohl auch eher wenige. Viele Haare gelten auf dem Kopf als erstrebenswert. Viele Haare an anderen Körperstellen als störend. Während täglich kiloweise Haare entfernt werden, kämpfen gleichzeitig Millionen darum ihre noch wenigen Haare zu erhalten. Mit verschiedenen Haarfarben assoziieren wir verschiedene Eigenschaften. Deshalb färben sich besonders Frauen schon seit der Antike die Haare. Die Frisur spiegelt ein Stück Persönlichkeit wider. Nach einschneidenden Lebensereignissen ändern viele auch ihre Frisur maßgeblich. Früher war es eine entwürdigende Strafe, Frauen die Haare abzuschneiden. In einigen Kulturen ist es auch heute normal, der Braut noch am Hochzeitstag die langen Haare zu nehmen.

Ich erinnere mich noch genau an eine Situation aus meiner Kindheit. Ich stand an einer kleinen Kreuzung und wartete auf eine Freundin, als eine alte Dame zielstrebig auf mich zulief und begann meine Haare anzufassen. Ich fand das sehr befremdlich, war aber noch zu sehr Kind, um ihr das zu sagen. Sie hörte nicht auf meine langen Haare zu streicheln und mir eindringlich zu vermitteln, dass ich mir auf gar keinen Fall je die Haare abschneiden lassen sollte. Ihre Augen waren feucht und sie konnte sich kaum trennen. So etwas können Haare.

Logisch, dass auch in der Kunst das Haar immer wieder behandelt wurde. Nur hat sich bisher scheinbar nie jemand Gedanken darum gemacht, dies als Thema für eine Ausstellung zu verwenden. Die Ausstellung “Hair! Das Haar in der Kunst” in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen ändert diesen Umstand. Ich habe die Ausstellung schon vor einigen Wochen besucht, allerdings einen Bericht darüber gescheut, weil meine Fotos aufgrund einer verheerenden Kombination von schlechtem Licht und verkratztem Objektiv leider unbrauchbar sind. Da die Ausstellung aber nur noch bis zum 12. Januar läuft und ich sie doch absolut empfehlen kann, denke ich mir: Fotos von Kunst ersetzen die Kunst sowieso nicht. Also hin da!

 

LUUPS Verlosung!

Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich mich mit einer Auswahl meiner Drucke darum beworben, als einer der Künstler in den LUUPS Gutscheinbüchern gedruckt zu werden. Danach habe ich nie wieder etwas von LUUPS gehört. Das macht aber nichts, denn sie waren offensichtlich damit beschäftigt, meine Drucke in gleich 4 Büchern unterzubringen. Yeah! Aufgrund der langen Bewerbungsphase und der Tatsache, dass ich meine Drucke immer limitiere, sind so gut wie alle abgebildeten Motive (bis auf 1) schon längst ausverkauft. Das könnte sich unter Umständen etwas kontraproduktiv auf etwaige Interessenten auswirken, mindert meine Freude und Dankbarkeit aber einfach mal gar nicht.

Gestern erhielt ich meine Belegexemplare und weil ich mich so freue, weil bald Nikolaus ist und weil ich einfach viel zu selten in Essen, Krefeld und Münster bin, um so ein Gutscheinbuch auch wirklich ausnutzen zu können, möchte ich diese 3 Bücher verlosen. Wer eines gewinnen möchte, hinterlässt bitte bis zum 4.12.2013 einen Kommentar zu diesem Beitrag. Im Kommentar sollten a) die gewünschte Stadt und b) eine Kontaktmöglichkeit enthalten sein. Teilnehmen kann jeder mit einem Wohnsitz in Deutschland.

LUUPS Gutscheinbücher enthalten jede Menge Gutscheine aus den Bereichen Essen, Trinken und Freizeit & Kultur. Oft erhält man eins von zwei Gerichten, Getränken oder Tickets gratis und kann auf diese Art seine Stadt neu erleben. Das fehlende Leerzeichen auf dem Buchrücken der Ausgabe für Münster mindert den Spaß übrigens nicht.

Meine Welt besteht aus Atomen

Das vergangene Wochenende verbrachte ich in Brüssel. Hauptsächlich geschäftlich, denn ich war anlässlich einer Hoteleröffnung zu einem Designmarkt eingeladen und durfte ein ganzes Zimmer in ein knallbraunes Wunderland verwandeln. Ein multilinguales Wunderland. Bonjour, goedendag, hello. In Brüssel weiß man nie, was einen erwartet. Nicht nur sprachlich, sondern insbesondere auch verkehrstechnisch. Die Stadt ist ein einziges Chaos. Aaaah! Nichtsdestotrotz stürzten wir uns mitten hinein. Aber was tun in Brüssel? Ja… Was tun in Brüssel?

Schokolade, Waffeln und Pommes fallen mir beim Stichwort Belgien als erstes ein. Kulinarisch steht der Plan also ziemlich schnell. Aufgrund nicht auffindbarer Informationen zu besonderen Stadtteilen und alternativer Freizeitgestaltung entscheiden wir uns für die drei Brüsselklassiker. Grand Place, Manneken Pis und Atomium. Wahrzeichen sind ja meistens nicht ganz ohne Grund zu Wahrzeichen geworden.

Der Grand Place ist ein tatsächlich ziemlich großer Platz / Markt mit unglaublich schönen, reich mit Gold verzierten, barocken Häusern auf drei Seiten und dem gotischen Rathaus auf der vierten. Um den Platz herum liegt die Altstadt. Die engen Gassen sind, trotz der echt hübschen alten Häuschen mit tausend französischen Balkonen irgendwie schmuddelig, die vielen Restaurants und Cafés wenig einladend, die Geschäfte überteuert. Schade.

Nach einem Spaziergang durch die Gassen der Altstadt machen wir uns auf den Weg zum Manneken Pis. Er ist nur ca. 100 Meter vom Grand Place entfernt. Ganz unscheinbar in der Ecke einer Kreuzung steht er. Im Hinterkopf habe ich Aussagen, er sei viel kleiner als man denkt, rechne aber doch irgendwie mit einer Brunnenfigur in Kleinkindgröße. Stattdessen erreicht er gerade einmal Säuglingsgröße. Witzig. Es tummeln sich etwa 100 Menschen mit uns auf dieser Kreuzung, machen Fotos von sich und dem Männchen und bezahlen für die Schokolade in den direkt angrenzenden Schokogeschäften viel zu viel.

Viel besser als das Manneken Pis hat mir die Street Art Version schräg über dem Brunnen gefallen. Alien Pis.

Wir schlendern noch ein wenig durch die Gassen, entdecken ein paar vielversprechende Läden, die von innen doch nicht viel hergeben und finden schließlich ein schönes Café. Von dort machen wir uns auf den Weg zum Atomium. “The best map ever made by human beings”, so der nette Herr in der Tourist-Info, spart ein wenig mit Infos (immerhin kostet sie nur 50 Cent) und so fahren wir einfach der Nase nach Richtung Norden. Wir werden es schon finden, denken wir. Und so ist es auch. Ein planloser Weg Richtung Norden, mit einer sehr chaotischen Straßenführung, führt uns wie durch ein Wunder direkt zum Atomium. Im Hinterkopf habe ich Aussagen, es sei viel größer als man denkt, rechne aber doch irgendwie mit einem kleineren Bauwerk. Wow!

Wir bezahlen artig 11 Euro Eintritt und starten die Begehung mit einer Aufzugfahrt durch die mittlere Röhre bis zur obersten Kugel auf 92 Meter Höhe. Die Panoramaebene. Öhm. Also Panorama im Sinne von Rundumblick wird erfüllt. Besonders hübsch ist der Anblick von da oben allerdings nicht. Das Atomium liegt am nördlichen Stadtrand Brüssels und der Ausblick auf die Stadt ist irgendwie nicht so richtig spektakulär. Das Gebäude aber dafür umso mehr. Von der obersten Kugel fährt man mit dem selben Aufzug wieder in die unterste Kugel und kann von dort einen Rundgang durch eine Ausstellung in 4 der Kugeln machen. Toll toll toll!

Die Geschichte des Atomiums wird dort erklärt und bebildert. Die ersten Entwürfe sind zu sehen. Und Zeichnungen vom fertig geplanten Atomium. Total die 50er. So schön!

Was mich allerdings wirklich beeindruckt, ist der Gang durch die Röhren und Kugeln. Ein Gebäude dieser Art begeht man nicht alle Tage. Das ist ziemlich besonders. Und solche Treppen gibt es übrigens auch viel zu selten. Die Farbkombi und dieses total atomiummäßige Geländer! Hach.

Das Atomium ist total spacig und trotzdem irgendwie abgewrackt. Das meine ich nicht negativ. Die Mischung ist genial. Einerseits hat es diese irre Form, von außen silbrig verspiegelt und andererseits hat man innen die rohe Optik mit vielen sichtbaren Kabeln, Rohren, Schächten, Schrauben usw. Die einzigen Fenster sind kleine runde Gucklöcher, durch die man immer wieder die anderen Kugeln sehen kann. Eine Röhre leuchtet beim hinabfahren mit einer Rolltreppe rot und blau. Wenn Marijke Amado damals von der Zauberkugel sprach, hatte sie garantiert diese Rolltreppe im Atomium vor Augen. Ich liebe das Atomium!

Sehr geschwächt vom vielen treppauf-treppab musste noch eine Portion Pommes her. Im Atomium gab es keine, also beschlossen wir noch einmal einfach unserer Nase zu folgen. Und wir hatten Glück. Für 2,50 bekamen wir eine gigantisch große Tüte fettige, aber oberst leckere, Pommes. Und zwar aus einem Imbiss namens “FRITOMIUM”. Das waren die besten Pommes meines Lebens. Mag sein, dass meine Meinung über diese Pommes von der sehr akuten Atomiumliebe geprägt wurde, aber das ist mir egal!

Brüssel hat mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Die Stadt ist dreckig, chaotisch, laut und an den meisten Ecken auch nicht besonders schön. Das Atomium reißt aber alles wieder raus. Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Brüssel? Oder gänzlich andere? Gibt es Geheimtipps?

 

 

 

 

Misanthropie

Menschen sind egoistisch. Sie sind gemein. Sie sind unfreundlich, unsympathisch und miesepetrig. Menschen verderben einem oft die Laune. Menschen sind unfähig in vielerlei Hinsicht. Menschen nerven. Sie machen Krach. Sie sind unachtsam. Viele Menschen sind nicht empathisch. Einige stinken sogar. Menschen sind dumm und viel schlimmer noch, sie machen dumme Sachen. Und reden dummes Zeug. Menschen haben keine Manieren. Sie töten, rauben und zerstören. Menschen glauben an alles und an gar nichts. Menschen lassen sich manipulieren. Sie haben keine Meinung. Sie haben keine Bedeutung. Oder sie haben keine Seele. Menschen verkaufen sich. Menschen sind verrückt. Menschen verletzen andere Menschen. Menschen sind Menschen. Ich hasse Menschen!

Für alle denen es ähnlich geht: Der Misanthrop ist im Shop erhältlich.

Ich glaube übrigens fest daran, dass alle die so denken und bereit wären, sich diesen Druck an die Wand zu hängen, die Menschen in Wahrheit lieben und einfach nur hin und wieder an dieser Liebe verzweifeln. So geht es zumindest mir.

Es ist Liebe

Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Neben dem Frühling. Und dem Winter. Und dem Sommer. Aber jetzt gerade ist es der Herbst. Denn der momentane Herbst verwöhnt mich mit tollem blauen Himmel, viel Sonne, extrem frischer Luft, bunten Blättern und Beeren. Ein Spaziergang in meinem Düsseldorfer Lieblingspark (der Volksgarten) ist immer schön, aber jetzt gerade? Ein Traum. Am liebsten würde ich mein Zelt dort aufschlagen und den Volksgarten “meinen Garten” nennen. Der Park ist übervoll mit den unterschiedlichsten Bäumen. Die meisten von ihnen riesig groß und alt und wunderschön. Dazwischen jede Menge Wiesen, ein See und verschlungene Pfade, die mal hier und mal dorthin führen. Was man da alles entdecken kann…

Jede Menge pralle Knallerbsen zum Beispiel. Unzählige davon habe ich schon knallen lassen. Ich kenne noch nicht einmal den richtigen Namen. (Schneebeere sagt Google)

Wunderschöner Naturteppich.

An vielen Bäumen sind netterweise Schildchen angebracht, auf denen der Name des Baumes steht. Jetzt weiß ich, dass dieses kapitale Exemplar eine Blutbuche ist. Nicht irgendeine Buche, eine Blutbuche. Leider waren schon alle Bucheckern weggenascht.

Ich liebe Ilex. Ich kann es kaum erwarten mir einen oder zwei oder drei Zweige zu kaufen und hinzustellen und ewig zu betrachten. Echter Ilex in der Natur ist aber nicht minder schön. Eigentlich sogar noch viel schöner, weil lebendig, robust und da.

Mein Lieblingsbaum im Volksgarten ist der Trompetenbaum. An ihm hängen lange grüne Bohnen, er hat herzförmige, riesengroße Blätter und seine Äste reichen in verschlungener Form bis fast auf den Boden. Man kann sich also recht leicht auf den Trompetenbaum draufsetzen und in einem Buch versinken. Auf dem Foto sieht man keines dieser Attribute, deswegen ist der Trompetenbaum aber nicht weniger schön.

Herr Ente ist vom Herbst auch ganz angetan und genießt die Aussicht.

Ich hoffe sehr, ihr könnt den Herbst auch irgendwo genießen.

Never Stop Growing

In Oberhausen läuft noch bis zum 12. Januar 2014 die Ausstellung “Hair! Das Haar in der Kunst” in der Ludwiggalerie. Ich war noch gar nicht dort, habe es aber ganz fest vor. Haare finde ich sehr faszinierend. Das langsame Wachstum, die dadurch entstehende Kostbarkeit, die unterschiedlichen Strukturen und Farben, die Masse und auch die psychologische Bedeutung. Niemals hören sie auf zu wachsen. Eine Eigenschaft von der sich jeder inspirieren lassen sollte. Immer weiter, immer voran. Das Leben muss nicht unbedingt groß und pompös werden, aber wachsen sollte es. Ich habe das in einer neuen Grafik verarbeitet. Never Stop Growing. Bitteschön.

Erhältlich im Shop.

Es war das erste Mal

Ich bin keine große Zeichnerin. War ich noch nie. Ich zeichne zwar jeden Tag, aber dabei entsteht nichts, was allgemein als Zeichnung durchgehen würde. Besonders schön oder gar für außenstehende verständlich sind diese Zeichnungen erst recht nicht. Häufig zeichne ich eine kleine Sache immer und immer wieder auf irgendein gerade greifbares Papier. Oft ist das ein alter Briefumschlag oder die Rückseite einer Rechnung, manchmal auch Unterlagen, die eigentlich nicht hätten bekritzelt werden sollen. Darauf tummeln sich dann allerdings nach einiger Zeit nicht nur diese immer wiederkehrenden kleinen Zeichnungen, sondern auch Telefonnummern, Adressen, To-Do-Listen, Termine, usw. Das sind also keine ansehnlichen Skizzenzettel, die ich da produziere. Ich bin die totale Skizzenchaotin. Manchmal zeichne ich auch ohne es richtig merken. Um meine Gedanken zu ordnen oder während ich denke. Ich zeichne allerdings nie in der Öffentlichkeit. Ich lasse mir beim Zeichnen nicht gern zuschauen. Mir sind meine Zeichnungen machmal fast peinlich. Ich habe oft das Gefühl sie und auch mich erklären zu müssen, wenn jemand sie anschaut. Deswegen zeige eigentlich niemandem meine Zeichnungen.

Aber dann kaufte die gute Isabell vom Blog fundschau eine Grafik bei mir und fragte: “Hey, hast du nicht Lust für meine Rubrik “Ein Blick in die Skizzenbücher von …” deine Skizzenbücher zu zeigen?” Weil ich ihr Blog und besonders diese Rubrik so mag, sagte ich: “Ja, ja, ja!” Erst danach wurden mir wieder all die oben genannten Dinge bewusst. Wer also die einmalige Gelegenheit nutzen will, einen (zugegeben sehr kleinen – ich bin ja nicht wahnsinnig) Teil meines Inneren zu erkunden, der sollte schnellstmöglich HIER klicken.

Ersatzköpfe

Ich benutze total umweltfreundliche Spülbürsten aus Holz. Eigentlich benutze ich natürlich, noch umweltfreundlicher, eine Spülmaschine zum spülen. Mein Lieblings-Espresso-mit-Milch-Becher hat allerdings magische Kräfte, die den Espresso mit Milch noch besser schmecken lassen und deswegen muss ich ihn von Hand spülen. Täglich. Manchmal mehrmals. Dafür brauche ich also unter anderem diese total umweltfreundliche Spülbürste. Mit der schrubbe ich die Kaffeereste aus dem Becher. Um die Kaffeereste auch am untersten Rand wegzukriegen, muss Druck her. Dieser Druck führt allerdings dazu, dass die Naturborsten der Spülbürste nachgeben und irgendwann dauerhaft geknickt am Kopf der Bürste hängen. So lässt sich dann nicht mehr gut schrubben. Zum Glück lässt sich der Kopf meiner Bürste problemlos vom Stiel trennen und erneuern – ich sag ja, total umweltfreundlich meine Spülbürste. Neulich war es wieder soweit. Die Bürste brauchte einen neuen Kopf aus der Packung mit der Aufschrift: Ersatzköpfe. Und ich so: Boah! Jeder müsste eine Packung mit Ersatzköpfen haben. Und alle so: Yeah!

Ersatzköpfe für alle (ähm, nein. Nur für einige wenige, weil limitiert) gibt es im Shop.

Present & Correct

Ich habe ein (wenn nicht sogar DAS) Paradies gefunden. Present & Correct. Ein Schreibwarengeschäft in London. Glücklicherweise gibt es aber auch einen hervorragenden Onlineshop mit weltweitem Versand. Nach Deutschland betragen die Versandkosten gerade einmal 2,45 GBP. Leider also kein Hindernis demnächst mein ganzes Geld dort zu lassen.

Den etwas mehr als 11.000 Fans auf Facebook entnehme ich, dass schon fast alle diesen Shop kennen und ich einfach den Knall nicht gehört habe. Das ist mir allerdings egal, denn ich bin glücklich. Wie es der Zufall will, brauche ich nämlich gerade ganz ganz dringend so ein mit Streifen bedrucktes Lineal, geometrische Risenaufkleber, einen Vintagelocher, mindestens einen dieser bunten Kugelschreiber, eine neue Holzhand (man sollte für alle Fälle gewappnet sein), grafisches Klebeband, ein altes Mathebuch, eine neue Schere und sowieso hätte ich gern einfach einmal alles.

Present & Correct macht in meinen Augen alles richtig. Schöne Produktfotos, ein gutaussehender (und funktionierender) Onlineshop, eine tolle Auswahl … aber was rede ich. Schaut doch einfach selbst. Also ich meine die drei von euch, die diesen Shop noch nicht kennen.

Alle Fotos habe ich der Seite von Present & Correct entnommen. Vielen Dank dafür.